Teil 5 – Hollywooooooooood!

Unseren Entschluss, zwei Naechte in Los Angeles zu bleiben, hatten wir ziemlich kurzfristig gefasst. In einschlaegigen Reiseforen und von Leuten, die schon dort waren, hatten wir gehoert, dass Stadt haesslich sei und sich ein Besuch nicht lohnen wuerde. Da wir aber noch 2 Tage Zeit hatten und es in Los Angeles tatsaechlich endlich warm war, blieben wir – und haben es nicht bereut!!!

Unser altmodisches, aber gemuetliches Hotel lag zentral in Hollywooooood (ganz langes OOOOO – wichtig!). Daher machten wir uns direkt nach unserer Ankunft per Bus auf den Weg zum Hollywood Boulevard. Die einzelnen Haltestationen wurden ueber’s Band angesagt und der Sprecher zog das Wort „Hollywooooood“ immer so herrlich dramatisch in die Laenge.

Die beruehmten Sterne pflastern den Weg und wir hatten Spass daran nach bekannten Namen zu suchen.

Zwischendurch wurden wir angesprochen, ob wir nicht eine Sightseeing Tour buchen wollten. 1,5 Stunden, $40 pro Person, aber weil wir ja so nett seien und obendrein noch aus Deutschland, gaeb’s die heute Mal fuer den halben Preis. Neee is klar. Die Busse sahen echt nicht vertrauenserweckend aus. Im Grunde waren es Kleinbusse, von denen das Dach abgeflext war. Da wir aber eigentlich Fans solcher bequemen Stadtrundfahrten sind, haben wir uns doch zur Teilnahme durchgerungen und hatten unseren Spass.

Naaa, wer ist denn wohl diese Feuerleiter hochgekraxelt, um seine Angebetete aus dem Turm zu retten?

Der Fahrer war ein Atze Schroeder Typ – lockige Haare, die gleichen Klamotten und ziemlich witzig. Genau wie der Bushaltestellensprecher rief er bei jeder Gelegenheit „Hollywooooood“. Er redete wie ein Wasserfall und die doofen Touris (ich zum Beispiel) knipsten alles, aber wirklich alles, was er waehrend der Tour erwaehnte. Also habe ich bestimmt 50 Fotos oder so von dieser Tour, aber keine Ahnung mehr, warum genau ich das geknipst habe…

Besonders als wir durch das noble Wohnviertel Beverly Hills fuhren, bekam ich fast einen Krampf im rechten Zeigefinger. Leider weiss ich nicht mehr, welches tolle Haus, welche millionenschwere Villa welchem Promi gehoert. Genannt hat er zum Beispiel Madonna, die Beckhams, Hugh Hefner und seine Bunnies, das Haus, in dem Michael Jackson gestorben ist und noch jede Menge andere Namen. Die Aufregung im Bus war gross, wenn sich eines der riesigen Tore zur Einfahrt oeffneten – dann gab’s ein Blitzlichtgewitter vom Feinsten. Andreas hat sogar – Achtung, haltet euch fest – ein BEIN (ganz echt) von Christina Aguilera gesehen, als sie aus dem Auto stieg!

Dieser weisse Range Rover mit verdunkelten Scheiben fuhr gerade in die Auffahrt, es stieg aber noch keiner aus… Das Tor schloss sich langsam und alle starrten gebannt auf die Autotuer… kurz bevor sich das Tor ganz zuschob, geschah es – Andy sah DAS BEIN!!!

Dramatisch auch das Erscheinen eines Mannes, der aus einem Tor trat und die Hunde eines Promis ausfuehrte. Hach, man muss wohl dabei gewesen sein, um diesen Nervenkitzel nachzufuehlen… 😉

Hat jemand diese Hunde vielleicht schon mal in „Bunte“ gesehen?

Trotz der wunderschoenen Gegend und der Chance auf Georg Clooney als Nachbarn moechte ich dort nicht wohnen, denn natuerlich waren wir bei weitem nicht die einzigen Neugierigen, die wie die Geier darauf aus waren, vielleicht einen Blick auf jemand Beruehmten werfen zu koennen.

Die Polizeistation von Beverly Hills, in der schon Eddie Murphy sein Unwesen trieb.

Nach dieser Aufregung sind wir zur Entspannung ins Wachsfigurenkabinett Madame Toussaud gegangen, das auch am Hollywooooood Boulevard liegt. Die unzaehligen Bilder Familienmitglied + Wachspromi erspare ich euch jetzt mal… 🙂

Ach nein, dass eine muss ich euch zeigen, traf ich doch Forrest Gump an der Bushaltestelle…

…und gotthabihnselig Patrick Swayze im Wald. Die beruehmte Hochschwingpose haben wir natuerlich mit Leichtigkeit hinbekommen, aber keiner hat’s geknipst. Ist ja mal wieder typisch.

Ach ja, Jannik hatte Konrads Spezialkleber dabei und konnte erstaunliche Kunststuecke zeigen.

Fuer den naechsten Tag standen ein Besuch des Griffith Observatoriums und des Santa Monica Piers an, ausserdem wollten wir gern eine Shoppingtour (haha) am Rodeo Drive machen und Alina wollte noch mal zum Hollywoooooood Boulevard und den Stern von Kermit dem Frosch suchen. Da die Stadt riesig ist (logisch, gelle), aber die Sehenswuerdigkeiten ueberall verstreut sind, schieden oeffentliche Verkehrsmittel leider aus und wir mussten uns zwangslaeufig mit dem Auto auf den Weg machen.

Das Griffith Obervatorium war mein Wunsch, da ich der Meinung bin, ein bisschen Bildung hat noch keinem geschadet. Leider sahen die Kinder das anders, die beiden hatten den Morgen echt die Schnauze voll von Sightseeing aller Art und verbreiteten ordentlich schlechte Laune, die auch nicht dadurch besser wurde, dass wir noch ueber eine halbe Stunde in der Hitze vor dem Gebaeude warten mussten, bis es endlich aufmachte. Ich konnte es ihnen aber auch nicht verdenken, denn wir haben ihnen mit dieser Rundreise echt eine Menge zugemutet. Das Observtorium war richtig toll, allerdings ziemlich ueberfuellt. Zum Glueck konnten wir uns eine Show angucken, gemuetlich in einem weichen Sessel liegend, zum Thema Wasser auf der Erde. Toll!!! Es koennte sein, dass der eine oder andere (ich nenne jetzt mal keine Namen) die Zeit fuer ein Nickerchen genutzt hat… 🙂


Anschliessend machten wir uns auf den Weg zum Santa Monica Pier. Leider dauerte diese Fahrt ewig, da wir oft nur im Schritttempo vorwaerts kamen. Die Kinder waren danach so heilfroh, endlich etwas Normales wie Strand und Wasser zu sehen, dass wir ein schlechtes Gewissen bekamen und ihnen erlaubt haben zu baden, obwohl wir keine Schwimmsachen dabei hatten und es eigentlich auch zu kalt war.

Mit den klitschnassen, aber endlich wieder gluecklichen Kindern mussten wir zurueck zum Hotel. Danach hatten wir alle keine Lust mehr, uns nochmals per Auto auf den Weg zu machen. Dafuer haben wir in der Naehe unseres Hotels einen schicken Diner entdeckt und dort zu Abend gegessen.

Damit war unsere Zeit in Los Angeles auch schon um, aber bevor wir zu unserem letzten Ziel La Jolla fuhren, haben wir noch eine Fuehrung in den Universal Filmstudios mitgemacht. Die war leider nicht so dolle wie erhofft (und wie der Preis es haette vermuten lassen…).

Wir wurden (nach einem Besuch des obligatorischen Souvenirladens) in kleinen Bussen ueber das Filmgelaende gefahren, wo wir ueberwiegend Strassenzuege sahen – Wohnhaeuser, Grossstadt, Ladenzeilen. Solche Kulissen hatten wir auch schon im Bavaria Filmstudio in Muenchen gesehen. Die innen liegenden Filmkulissen aus aktuellen Fernsehsendungen bekamen wir nicht zu Gesicht, allerdings durften wir in das ausrangierte Restaurant aus der Serie „Friends“. Als grosses Aushaengeschild wurde Harry Potter genannt, es gab allerlei Merchandising und ein paar Originalkostueme zu sehen. Die Filme selbst wurden aber in England produziert. Danach haben wir uns wieder mal in unser Auto geschmissen, um die letzten Kilometer unserer Reise zurueck zu legen.

So, nun habe ich viel mehr ueber Los Angeles geschrieben als geplant, also ist hier Schluss und der Rest folgt demnaechst!

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