Florida, Teil 4 – The End

So, nun aber – Endspurt! Ich sitze mit einem geschwollen Knoechel auf dem Sofa und bemitleide mich ganz furchtbar. Ich bin beim Joggen im Park gestuerzt, konnte mich mit letzter Muehe unbemerkt zum Auto schleppen. Aber darum geht’s gar nicht, ich wollte euch noch von unserem Besuch in Miami berichten.

An unserem letzten Urlaubstag sind wir frueh aufgebrochen und waren in knapp 3 Stunden in Miami South Beach, wo wir ein Zimmer in bester Lage gebucht haben – in der Parallelstrasse zum Ocean Drive. Wir mussten nur einmal um die Ecke und waren mittendrin. Das Hotel war kein Knaller. Sie haben versucht die Zimmer auf modern zu trimmen, aber der ekelige Teppich hat sehr abgelenkt, so dass wir die schicken Moebel und das frisch renovierte Bad nicht so richtig wuerdigen konnten. Ausserdem war der Raum winzig klein, so dass wir 4 uns ganz schoen knubbeln mussten. Aber nun ja, fuer eine Nacht ging es.

Nach dem Einchecken ging’s erst mal zum Strand – nicht zu irgendeinem, sondern zu DEM Strand – Miami Beach! Da mussten wir dann feststellen: Es gab Wasser, Sand und ein paar Sonnenanbeter, war also enttaeuschend unspektakulaer… Aufgrund der Life Guard Huetten haette ich wenigstens erwartet, dass David Hasselhof (okay, oder meinetwegen auch Pamela Anderson) in roter Badehose an uns vorbei rennt, aber nix da.

 

Das eigentliche Spektakel findet auf dem Ocean Drive statt! Der Gehweg ist gepflastert mit Tischen und Stuehlen verschiedener Restaurants und jeder quetscht sich auf dem schmalen Weg dort durch – ein einziges Sehen und Gesehen werden! Ich persoenlich stehe ja mehr auf das Sehen. Gemuetlich mit Essen und Trinken dort sitzen und die Leute bestaunen – wunderbar! Apropos staunen: Maedels, haltet euch fest…. Schnittchenalaaaaaarm!!!

Es liefen ja noch jede Menge mehr spannenden Typen (sowohl maennlich als auch weiblich) dort herum, aber ich hatte doch Hemmungen beim Fotografieren. Leider hatte ich nicht mein Teleobjektiv drauf, so ein Mist! Ich war auf Architektur- und Naturfotografie eingestellt, ich Trottel… Und sorry Jungs – Andy hat sich die huebschen weibllichen Gegenstuecke nur angeguckt, aber nicht fotografiert! 😛

Nachmittags haben wir uns auf den Weg nach Miami Downtown gemacht. Dort faehrt der Metromover als kostenloses Nahverkehrsmittel mitten zwischen den Hochhaeusern – absolut sehenswert!

 

Wenn die Hitze des Tages nachlaesst und bevor man sich ins Nachtleben stuerzt, startet der sportliche Teil des Schaulaufens an der Strandpromenade.

 

Diese Woche Florida war ein bunter Mix aus Badeurlaub, Naturschauspiel und Staedtetour – absolut toll! Ich hoffe, wir koennen dieses huebsche Fleckchen Erde bald wieder besuchen, denn wir haben die Keys noch nicht gesehen…

Florida, Teil 3

Tut mir leid, dass ich den Reisebericht so in die Laenge ziehe, aber irgendwie dauert das immer, bis ich einen Teil fertig habe, und dann bin ich muede/hungrig/irgendwer ruft nach mir usw.

Also, nach unserem Besuch bei den Miccosukees ging es nicht auf dem Tamiami Trail weiter, sondern wir machten einen (ziemlich langen) Schlenker ueber die Loop Road. Diese 24 Meilen lange Strasse ist im Gegensatz zu dem sehr gut ausgebauten Tamiami Trail zum groessten Teil eine staubige Schotterstrasse.

Dieser Umweg lohnt sich aber auf jeden Fall, denn hier tummelt sich allerlei Getier. Selbst wir sahen sie auf Anhieb, was schon wirklich was heissen soll, da Geduld und stundenlanges Ausharren fuer irgendwas nicht zu unseren Staerken gehoert… 😉

Vielleicht muss man ein bisschen schraeg sein, um an der Loop Road wohnen zu wollen, dafuer gibt’s dann auch solche Kuriositaeten zwischendurch zu sehen:

Dieser Weg war echt spannend, aber wir fahren froh, als wir endlich wieder auf der festen Strasse ankamen. Danach sind wir zuegig nach Cape Coral, unserem Ziel, durchgeduest. So aufregend diese ganze Flora und Fauna auch ist, irgendwie war ich letztlich erleichtert, als wir wieder in die Zivilisation ankamen und ich endlich einen Cafe Latte von McDonald’s in der Hand hatte. Es gibt echt keinen einzigen Fast Food Laden oder Starbucks auf der ganzen Strecke, was fuer USA Verhaeltnisse sehr sehr ungewoehnlich ist – unfassbar… 😛

Man weiss uebrigens genau, wann man in Florida angekommen ist – und zwar wenn man einen Schildwackler sieht. Diesen (zugegebenermassen ziemlich bekloppten) Namen haben wir den Leuten gegeben, deren Job es ist, den ganzen Tag mit einem Werbeschild an der Strasse rumzulaufen. Zur Osterzeit gern auch bei 30 Grad in einem flauschigen Hasenkostuem. Die offizielle Berufsbezeichnung ist wahrscheinlich „Manager for Outdoor Marketing“ oder so. Leider habe ich nur ein brauchbares Foto bekommen, obwohl ich es ein paar Mal versucht habe.

Von unserem Aufenthalt in Cape Coral gibt es ansonsten nichts Spannendes zu berichten. Wir waren ein paar mal am Strand oder haben relaxt am Pool unseres schnuckeligen Haeuschens gelegen und uns dabei natuerlich trotz all der Cremerei einen ordentlichen Sonnenbrand eingefangen. Andreas und Jannik haben die Fischwelt unsicher gemacht und tatsaechlich einen kleinen Hammerhai und einen Rochen an der Angel gehabt. Ausgerechnet da war ich nicht dabei, sonst gaebe es natuerlich Beweisfotos.

Mutti legt die Fuesse hoch und die Kinderlein haben Spass – so ist’s fein 🙂

Der schoene Strand im Lovers Key State Park…

… und von Sanibel Island:

Die Sonnenuntergaenge in Florida sind toll, besonders wenn man sie gemuetlich mit einem Glas Wein am Steg unseres Ferienhauses geniesst!

So, es ist schon wieder furchtbar spaet und ich muss in die Heia. Das naechste Mal werde ich euch von Miami berichten. Gute Nacht!

Florida, Teil 2

Die naechste Attraktion auf dem Tamiami Trail liess nicht lange auf sich warten. Mitten in den Everglades liegt das Miccosukee Indianer Reservat und man erfaehrt allerlei Interessantes beim Besuch des Indian Village.

Die deutsche Flagge?? Aber nein, finde den Fehler 😉

Natuerlich gibt’s einen Shop und wer will, kann sich kunterbunte Indianer Kleidung kaufen. Ich moechte ja gern mal wissen, wer das anderswo anzieht… Wahrscheinlich kaufen sich das viele im Schwung der Euphorie und das grosse Entsetzen kommt dann zu Hause beim Koffer auspacken.

Es ist ein originalgetreues Indianerdorf aufgebaut. Allerdings bekommt man hier keine Tipis zu sehen, sondern grasgedeckte, offene Gebaeude.

Das Kochhaus. Seht ihr den sehnsuechtigen Blick? Warum ist man mit 13 eigentlich staendig hungrig?

Das spannendste war eine Vorfuehrung mit einem Alligator. Erstmal wurde uns der Unterschied zwischen einem Krokodil und einem Alligator erklaert, ich hab’s aber vergessen, dieses Viech war jedenfalls ein Alligator.

Man koennte meinen, ein Hund hechelt ergeben und schmachtend sein Herrchen an. Stattdessen hat der Kerl aber gefaucht und das Maul zugeschnappt, dass einem Angst und Bange wurde. Aeh, also ich mein‘ jetzt den Alligator, nicht den Indianer…

Wie man sieht, machen auch Alligatoren Yoga. Hier – der Sonnengruss.

Am Ende hatten wir alle vier noch einen Kampf mit einem Alligator…

Florida, Teil 1

Ein froehliches Hallo aus dem herrlichen „sunshine state Florida“! Wir sind aus dem ungemuetlichen Pennsylvania gefluechtet, um ein bisschen Sonne zu tanken. Allerdings regnet es heute Morgen, also nutze ich die Gelegenheit fuer einen ersten Reisebericht.

Dienstagabend sind wir in Fort Lauderdale gelandet. Unseren Mietwagen haben wir bei Enterprise gebucht, die netterweise nicht versucht haben, uns eine ueberteuerte Versicherung aufzuschwatzen, ausserdem haben wir dank der Schusseligkeit eines Mitarbeiters ein kostenloses Upgrade bekommen. 😀 Uebernachtet haben wir in einem schmuddeligen Ramada Hotel in einem Vorort von Miami namens Haileah (keine Ahnung wie man das ausspricht). In dem Ort kamen wir Blondies uns wie Exoten vor, da dort fast nur Suedamerikaner aus Mexiko und Kuba unterwegs waren. Wir haben auch mehr spanisch als englisch gehoert. Wenn man in Florida ankommt kann man sowieso kaum glauben, dass man innerhalb einen Landes gereist ist, so gross sind die Unterschiede zu Pennsylvania. Hier gibt’s zum Beispiel blonde Indianer.

50% der Familie fand's lustig, die anderen nicht so.

Mittwochmorgen sind wir frueh aufgebrochen, es ging ueber den Tamiami Trail auf die Westseite Floridas. Aber unser Motto war „Der Weg ist das Ziel“, denn er ist wirklich sehenswert. Man faehrt mitten durch die Everglades, und wofuer sind die bekannt – natuerlich fuer die Krokodile. Wir fuhren von Anfang an parallel zu einem Kanal und manchmal meinten wir, einen Krokokopf aus dem Wasser gucken zu sehen, sicher waren wir aber nicht. Also haben wir bei der ersten Gelegenheit angehalten. Aber auch dort sahen wir nur ab und zu etwas an der Oberflaeche, was sowohl Krokodil als auch ein Stock oder so sein koennte. Ansonsten, nix als Wasser und gruen.

Den naechsten Stopp machten wir dann am Shark Valley Visitor Center, das mein Lieblings-Amerika-Reiseberichterstatter auf seiner Seite angepriesen hatte. Dort kann man angeblich endlich Krokodile sehen, also nix wie hin!

Wir zahlten $10 Eintritt, stellten unser Auto ab und mieteten uns Fahrraeder. Hach, war das schoen, nach fast 9 Monaten endlich mal wieder auf einem Radl zu sitzen! Allerdings sind wir kaum zum Fahren gekommen, denn dort lagen die lang gesuchten Viecher endlich – und zwar zuhauf!!!

Aber wir haben nicht nur diese possierlichen Tierchen gesehen, sondern auch…

Eigentlich wollte ich die genauen Namen dieser Tiere rausfinden und hier mit meinem Wissen glaenzen, aber, och, ich hab’s mir kurzfristig anders ueberlegt. 😉

So, das war’s erstmal, aber wie sagt Paulchen Panther so schoen: „Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage.“

See you later, Alligator….

….. singe ich schon den ganzen Morgen – wir haben 8 Tage Florida fuer Anfang April gebucht! Von Pittsburgh aus geht’s nach Fort Lauderdale. Ein Direktflug dauert nur 2:40 Stunden. Leider haben wir aber keinen passenden und bezahlbaren fuer uns gefunden, daher betraegt unsere Reisezeit mit Umsteigen in Cleveland, OH 5:15 Stunden. In Fort Lauderdale werden wir nicht viel sehen, wir kommen naemlich erst abends an. Am naechsten Morgen fahren wir von der Atlantikkueste rueber an den Golf von Mexiko nach Cape Coral. Da waren wir vor 2 Jahren schon mal und es hat uns super gefallen. Wir haben sogar wieder dasselbe Haus gemietet.

Man kann diese Strecke schnell und langweilig ueber den Highway fahren. Wir werden aber eine alternative Strasse fahren, den Timiami Trail. Dort werden wir hoffentlich endlich mal Krokodile auf freier Wildbahn erleben, was letztes Mal trotz (oder wegen) sauteurer Airboat Tour durch die Everglades nicht geklappt hat. Naja, den armen kleinen Kerl auf dem Foto zaehle ich nicht mit. 🙂 Der Rueckflug geht dann ab Miami, wo wir einen Tag vorher anreisen werden, um noch ein bisschen Sightseeing mitzunehmen.

Flucht ins Warme

Andy nimmt naechste Woche von fuer vier Tage an einem Siemens-Workshop teil. In Florida, Tampa. Durchschnittliche Tagestemperatur dort momentan ungefaehr 23 Grad Celsius. Und Sonnenschein, klar. Ich habe mir einen grossen Koffer bereitgestellt, um als blinder Passagier mit an Bord zu gehen. Wenn noch jemand mitmoechte – ich habe noch ein paar Koffer hier. Kurze E-Mail reicht. Das Hotel seht ihr auf dem Foto.