Sorry, aber…

…nun muss ich doch glatt mal ueber’s Wetter reden.

Nach einem normalen Winterbeginn hatten wir vor ca. zwei Wochen an einem Samstag 19 Grad (Celsius!!!) und Sonnenschein, herrlichstes Fruehlingswetter also. Die Woche darauf wurde es knackekalt mit Temperaturen bis -18 Grad, dazu gab’s Schnee. Der ist dann in der Nacht zu Montag komplett weggetaut und die Temperaturen sind wieder auf fast 20 Grad gestiegen. Sehr nett, wie ich finde. Leider interessiert niemanden mein temperaturempfindliches Gemuet, denn nun ist fuer heute Gewitter angesagt, ab morgen geht es wieder runter in die frostigen Minusbereiche, inklusive – bah – Schnee.

Zusaetzlich faengt es gerade an zu Stuermen – bei den vielen Baeumen eher unguenstig, besonders in Verbindung mit maroden Oberlandleitungen. Ich dreh mal schnell die Heizung hoch um vorzuheizen, falls wieder mal der Strom ausfaellt…

Crazy weather

Signs

Die Stadt Murrysville hat ein Tree Sign, also Baeume, die so gepflanzt sind, dass sie aus der Ferne betrachtet den Namen MURRYSVILLE ergeben. Ich weiss das schon ziemlich lange, weil ich es bei Google Earth gesehen hatte. Aber das man das auch von der Strasse aus sehen kann, ist mir erst vor ein paar Tagen aufgefallen.

Es ist allerdings nur zu erkennen, wenn man es weiss. Zum besseren Erkennen habe ich mal die Buchsstaben drueber geschrieben. Schick, gelle?

Donkey Basketball

Mein Fuss tut immer noch weh, obwohl mein Unfall nun schon fast zwei Wochen her ist. Jedesmal wenn ich denke, heute ist alles super, ist der Knoechel abends wieder dick. Wollte ich nur mal berichten, falls sich jemand echte Sorgen machen sollte… Das wollte ich euch aber gar nicht erzaehlen, sondern Folgendes:

Vor ein paar Tagen waren wir auf einem sehr lustigen Event der Franklin Regional High School – einem Basketballspiel auf Eseln. Jeder Spieler bekam einen Esel, den er immer am Seil festhalten musste und um einen Korb zu werfen, musste er (oder sie) auf dem Esel sitzen. Da die Esel das aber doof fanden, ihre Reiter abwarfen oder sich in echter Eselsmanier weigerten ueberhaupt zu laufen, war das Ganze herrlich anzusehen. Obwohl ich ja zugeben muss, dass mir die armen Tiere doch etwas leid taten. Allerdings schienen sie solche Situationen gewohnt zu sein, sie wirkten nicht sonderlich aufgeregt, also Peta anrufen ist nicht noetig.

Die Veranstaltung war aber nicht nur sinnfreie Bespassung. Die Eintrittsgelder werden fuer den Bau eines „Miracle Field“ in Murrysville gespendet, einem spezielles Baseball Feld, das ganz auf die Beduerfnisse von Menschen mit Behinderungen zugeschnitten ist. Da sag ich doch: IA IA IA, und weil’s so schoen ist, auch noch mal auf englisch: hee-haw, hee-haw, he-haw.

„Phil irrt nie!“

Das behaupten zumindest die Einwohner einer Stadt mit dem huebschen Namen Punxsutawney, die nur 1,5 Autostunden von uns entfernt liegt.

Bei Phil handelt es sich natuerlich um das beruehmte Murmeltier, das jedes Jahr am 2. Februar das Wetter fuer die naechsten sechs Wochen voraussagt, quasi der amerikanische Wetterfrosch. Leider hat er heute morgen – brutal aus seinem Winterschlaf gerissen – Schnee und Eis prophezeit. Allerdings hat er in den 126 Jahren, die er diesen Job schon macht, erst 16 Mal den Fruehling angekuendigt… Apropos – er scheint mit seinem biblischen Alter wohl Jopi Heesters ernsthaft Konkurrenz zu machen!

Zum Glueck gibt es Statistiker, die behaupten, das Phils Vorhersagen nur zu 40% zutreffen. Hoffentlich haben sie recht! Phil war uebrigens letzten Sommer bei uns zu Besuch, wie diese etwas unscharfen Bilder beweisen.

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Ja sind wir denn hier in Alaska?!

Diese Frage stellte sich mir heute Morgen beim Blick aus dem Fenster – Schnee im Oktober, ich glaub es hackt!!!

Ich wuenschte wir waeren Rentner. Dann wuerden wir genau jetzt unsere Koffer packen und nach Florida gehen, bis hier der Fruehling zurueck kehrt. Zu allem Ueberfluss hatten wir heute Morgen auch noch ca. 2 Stunden Stromausfall, so dass ich sogar im Haus fast erfroren bin.

Pennsylvania Wildlife

Ich preis ja immer gern die hiesige Tierwelt, Rehe im Garten und so. Aber nun wird’s mir echt zuviel! Die Kueche ist bevoelkert von Ameisen, und es tummeln sich total ekelige, haessliche, fiese, fliegende Kaefer im Haus. Jannik hat in der Schule erfahren, dass die Viecher Stink Bugs (deutsch: Stinkwanze) heissen. Ob die stinken, weiss ich nicht, aber ekelig sind sie auf jeden Fall. Mir ist die Insektenspray-Flasche quasi an die Hand getackert.

Jetzt weiss ich auch, warum man den Amerikaner nachsagt, sie waeren immer bewaffnet. Wenn das so weiter geht, schaffe ich mir auch eine Knarre an und fange an, auf die Dinger zu schiessen…