Happy Halloween!

Normalerweise am 31. Oktober, wurde Halloween dieses Jahr wegen Angst vor Sandy Frankenstorm auf den 3. November verschoben. Sandy hat uns gluecklicherweise verschont, ausser 6 Tagen Dauerregen haben wir nichts mitbekommen. Die Panik bei vielen Leuten war hier wirklich gross, was ich nicht so recht verstanden habe. Es gab von offizieller Seite keinerlei Warnungen fuer die Bevoelkerung. Auf den Satellitenkarten konnte man aber sehen, dass Sandy schon recht nah an Pittsburgh rankommen sollte. Also haben wir uns doch auf den Weg gemacht, um Taschenlampen, Batterien, Kerzen, Wasser und Lebensmittel zu besorgen. Es faellt ja auch ohne Hurrikan schon mal gern der Strom aus -wir sind vorbereitet.

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Happy Mother’s Day

Wir haben ein aufregendes und abwechslungsreiches Muttertags-Wochenende in Pittsburgh verbracht. Am Samstag haben wir ganz touri-like eine Rundfahrt auf den Fluessen gemacht, anschliessend waren wir urdeutsch unterwegs: Im Hofbraeuhaus!

Abfahrt auf dem Monongahela River.

Station Square mit der Hard Rock Cafe Gitarre, im Hintergrund die Incline Bahn.

Das Baseball Stadion PNC Park, das wir am Sonntag noch von innen sehen sollten!

Ein legga Radler! Die Kellner verstehen sogar, wenn man „Radler“ bestellt. Oder Wurstplatte, oder Wiener Schnitzel. Coooool!

Am Sonntag waren wir dann im PNC Park und haben uns das Baseballspiel Pittsburgh Pirates gegen Houston angeguckt. Und haben festgestellt, dass Baseball unfassbar langweilig ist. Die meisten Leute gehen wohl nur wegen der leckeren Nachos dorthin, oder wegen der kostenlosen T-Shirts, die zwischendurch ins Publikum geschmissen wurden. Selbst die Spieler auf dem Feld wirkten gelangweilt. Nach drei Stunden haben es nur insgesamt drei Spieler geschafft, einmal ums ganze Feld zu rennen. Wir sind dann irgendwann gegangen, weil wir keine Lust mehr hatten, uns das Elend weiter anzugucken.

Das Stadion ist allerdings toll, alleine dafuer hat sich der Besuch gelohnt. Man hat einen tollen Blick auf Pittsburgh Downtown inklusive der typischen gelben Bruecken.

Der schoene Ausblick links…

…und das langweilige Spiel zu unserer rechten Seite. Zu allem Ueberfluss hat es auch noch geregnet, aber wir sassen – im Gegensatz zu den armen Socken im Regenponcho – im ueberdachten Bereich.

Abends waren wir im brasilianischen Restaurant „Green Forrest“ schick essen. Es gab ein herrliches Buffet mit Seafood, Salaten und allerlei anderer Leckereien. Ausserdem kamen die Kellner an den Tisch und haben uns frisch gegrilltes Fleisch wie Gefluegel, Lamm und verschiedene Sorten Steak am Spiess angeboten. Leeeecker!!! Bloed ist nur, dass wir irgendwann satt waren, obwohl wir am liebsten immer weiter gegessen haetten. Es sah genau so aus wie auf diesem Foto, das Andreas in Brasilien gemacht hat.

Weihnachten wird eingeläutet…

… und zwar ganz offiziell mit Party und Feuerwerk und wir waren dabei. Das Wort Besinnlichkeit wird hier anscheinend nicht mit der Weihnachtszeit in Verbindung gebracht. Schoen war’s trotzdem, ueberall Livemusik, typisch amerikanische Weihnachtslieder, mehr zum Mitwippen als zum ‚In sich kehren‘, toll geschmueckte Weihnachtsbaeume und natuerlich die obligatorische Eisflaeche um den Christbaum herum. Ach ja, das ganze war uebrigens in Pittsburgh. Wir waren dort mit Arbeitskollegen von Andy, praktischerweise ist einer davon Fotograf, so dass es ein paar nette Fotos gibt, die ich mit meinen Objektiven (und ohne ein Stativ mit mir rumzuschleppen) so nie hinbekommen haette. Ausserdem bin ich auch mal mit drauf 😎

Vorher gab’s lecker Wein und Essen in der Bar Louis.

Hömma, der is wat schoen!
(niederrheinisch fuer „boah, toll“)

Und wir waren auch da.

Und die alle auch.

„Aaaaaaaah, oooooooh“
Feuerwerk zur Weihnachtszeit, die sind echt irre hier!

Eine Stadtrundfahrt der besonderen Art

Am Sonntag wollten wir eine Stadtrundfahrt in Pittsburgh machen. Es wurden uns die ‚Just Duck Touren‘ empfohlen. Also nix wie hin. Los ging es am Station Square, einem alten Bahnhofsgelaende aus dem Jahre 1879, das heute jede Menge Einzelhandel und Entertainment vor eine tollen Kulisse bietet.

Die Fahrzeuge sahen schon mal interessant aus, aber was haben die mit Enten zu tun…?

Zu unserem grossen Schrecken fing es kurz vor der Abfahrt heftig an zu regnen, zum Glueck aber nur fuer ein paar Minuten. Natuerlich genau in der Zeit, wo wir uns gerade nicht unterstellen konnten, weil wir schon in der Schlange vor unserem Gefaehrt standen!

Im Bus dann die Ueberraschung: Vor meinem Sitz gab es eine Anleitung zum Anziehen einer Schwimmweste. Okay, es regnet schon mal in Pittsburgh, aber so dolle nun auch wieder nicht. Ein Blick nach oben zeigte dann: Alles voller leuchtendorangener Schwimmwesten, sogar in zwei Groessen.

Andy war es wurscht.

Jedenfalls erfuhren wir nun, was es mit der Ente auf sich hat: Bei allen moeglichen Gelegenheiten, vor allem, wenn Fussgaenger in Hoerweite waren, wurde von uns Gaesten – per Mikro vorgegeben von der Fremdenfuehrerin – 3x laut „quack quack quack“ gebruellt. Klingt bekloppt, war aber lustig :-).

Da es in Pittsburgh vier Fluesse gibt (einer davon unterirdisch), gibt es jede Menge Bruecken, genauer gesagt unglaubliche 446 (mehr als Venedig, was die Pittsburgher gern erwaehnen). Ueber eine davon fuhren wir dann auch. Bestand vielleicht die Gefahr einer Ueberflutung?

Wir fuhren dann durch den Culture District (sehr schoen, muessen wir unbedingt nochmal zu Fuss erkunden) und kamen auf die Nordseite, die, wie wir erfuhren, in den Hochzeiten der Stahlindustrie von den Millionaeren bewohnt wurde. Warum? Der Wind stand meistens so, dass die Nordseite kaum Russ abbekam und dort sogar ein kleiner Park wachsen konnte. In anderen Stadtteilen undenkbar, da wuchs kaum ein Grashalm.

Der Bus fuhr nun weg von der Strasse und tuckerte eine huebsche Flusspromenade entlang. Es war etwas verwunderlich, weil der Fahrer die Fussgaenger ernergisch aus dem Weg hupte. Fahrzeuge schienen dort nicht erlaubt zu sein… Plotzlich wurde der Bus langsamer, drehte langsam nach links ab und… und… steuerte direkt auf den Fluss zu und – POTZBLITZ – er fuhr in den Fluss hinein, zum Entsetzen der Enten. Jawoll, richtig gelesen. Wir sassen naemlich nicht in einem gewoehnlichen Bus, sondern in einem Amphibienfahrzeug.  Die Fahrt ging nun auf dem Ohio River weiter.

Nach ca. 1 Stunde und noch einigem Gequacke sind wir dann wieder zurueck gewesen.

Pittsburgh – The Strip District

Jedes Mal wenn ich in Pittsburgh bin merke ich, wie sehr mir diese Stadt gefällt. Letztes Wochenende waren wir im Strip District. Nein, das hat nix mit Tanzen oder Ausziehen zu tun! Es handelt sich hier um ein altes Industriegebiet am Allegheny River, das heute viele kleine Läden (keine Ketten!), Bars und Lebensmittelgeschäfte beherbergt. Also perfekt für einen Sonntagsbummel! Wer Genaueres darüber lesen möchte, kann das gern hier tun:
http://en.wikipedia.org/wiki/Strip_District oder hier http://www.neighborsinthestrip.com/. Vielleicht für die Urlaubsplanung, falls jemand demnächst eine USA-Reise plant 🙂 Und falls die Sonne scheint – macht nix, Sonnenbrillen gibt es hier auch!

Ein paar weitere Fotos dazu könnt ihr wie immer bei Flickr.com sehen – einfach rechts auf ein Foto klicken, dann kommt ihr automatisch dahin.

Den Kennywood Amusement Park in Pittsburgh…

… haben wir am Samstag besucht. Im Grunde unterscheidet er sich nicht von den Freizeitparks in Deutschland. Außer, dass man da Amerikaner gucken kann, ich kann mir ja stundenlang Leute angucken. Da das Verhältnis immer ca. 30-60 Minuten Wartezeit zu ca. 1 Minute Fahrtzeit war, hatte ich da jede Menge Zeit zu.

Wir hatten jedenfalls viel Spaß, abends diverse Blessuren von den wilden Achterbahnfahrten (unter anderem im Dunkeln – ich bin fast gestorben vor Angst!) und verschrumpelte Füße, weil unsere Schuhe nach einer Raftingtour nicht mehr getrocknet sind. Man fährt unausweichlich durch einen riesigen Wasserfall. Von der Warteschlange aus wirkte das echt witzig, hinterher dann nur noch so geht so.

Praktischerweise war der Tag sponsered by Siemens, ein nettes Präsent an alle Mitarbeiter. Wir haben stark vergünstigte Karten und freies Essen + Getränke bekommen. Ein paar Bilder von unserem Ausflug könnt ihr euch rechts unter Flickr angucken, zu Janniks Schule habe ich auch noch ein paar Fotos hochgeladen. Außerdem gibt’s hier ein kleines Video von einer ausnahmsweise mal entspannten und angstfreien Karussellfahrt!