Unsere letzte Reise – Chicago

Wir haben den Feiertag am 4. Juli genutzt, um vor unserer Rueckkehr nach Deutschland Chicago zu besuchen. Zum Glueck, es hat sich gelohnt!

DSC_9896

Blick aus unserem Hotelfenster. Im Hintergrund sieht man den Lake Michigan.

Unser Hotel Swissotel Chicago liegt mitten in der Innenstadt, so dass wir alle einschlaegigen Sehenswuerdigkeiten zu Fuss erledigen konnten. Dazu gehoert natuerlich The Bean, die wahrscheinlich coolste Bohne der Welt!

DSC_9911

DSC_9912

Dieses verspiegelte Kunstwerk eignet sich hervorragend fuer Selbstportraits, soll aber in erster Linie den Himmel widerspiegeln. Daher lautet der offizielle Name dieser Skulptur auch Cloud Gate.

DSC_9935

The Bean steht im Millenium Park, einer wunderschoenen Anlage mitten in der City.

DSC_9902

DSC_9982

Beim Abklappern der Sehenswuerdigkeiten darf natuerlich der Navy Pier nicht fehlen.

DSC_0058

DSC_0081

DSC_0064

DSC_0067

Hier haben wir es auch endlich mal geschafft, in einem Bubba Gump Restaurant zu essen. Thema dieser Restaurantkette ist – klar – der Film Forrest Gump. Es gibt Seafood, vor allem natuerlich Shrimps in allen moeglichen Variationen.

DSC_0091

DSC_0098

Das Essen ist lecker, allerdings recht teuer fuer amerikanische Verhaeltnisse. Trotzdem ist es einen Besuch wert, denn die Umsetzung des Films ist gelungen. Zum Beispiel steht auf jedem Tisch ein Blechschild. Klappt man die Seite auf „Run Forrest Run“, kann man in Ruhe essen. Wird ein Kellner benoetigt, klappt man das Schild um auf „Stop Forrest“ und es kommt tatsaechlich direkt ein Mitarbeiter an den Tisch. Witzig!

DSC_0085

Dieses Jahr waren wir sehr gespannt auf das beruehmte Feuerwerk am Independence Day, da wir letztes Jahr in Las Vegas sehnsuechtig drauf gewartet haben, aber leider nichts stattfand. Vorher wollten wir gemuetlich essen gehen – was fuer eine bloede Idee… Denn natuerlich kam auch der eine oder andere in Chicago auf diese Idee, dementsprechend schwierig war es, ueberhaupt noch einen Tisch zu bekommen. Wir sind dann in dem Supermarkt Fox & Obel gelandet, der neben einem Fruehstueckscafe auch ein Restaurant beherbergt. Leider waren die Jungs dort total ueberfordert, wir haben ewig auf unser Essen gewartet… und dadurch das Feuerwerk schon wieder verpasst!

DSC_0016

Die Stimmung war, naja, ich sag mal – verhalten, denn der Frust ueber das verpasste Feuerwerk war gross. Nur ich war zufrieden, denn es gab sehr leckeren Wein, der mir half, die schlechte Laune der anderen zu irgnorieren. 😛

Fox & Obel

Als wir zu spaeter Stunde das Restaurant verliessen, haben wir den Ausgang nicht gefunden und sind orientierungslos durch den Supermarkt geirrt, der natuerlich laengst geschlossen hatte. Als wir versuchten eine Tuer zu oeffnen, haben wir zu unserem Schrecken die Alarmanlage des Gebaeudes ausgeloest. Ups! Inzwischen ist dieser Abend zu einer Geschichte geworden, die wir immer mal wieder erzaehlen und jedes Mal herzlich drueber lachen. „Weisst du noch, wie wir SCHON WIEDER das Feuerwerk verpasst und die Sirene ausgeloest haben???“

Nichtsdestotrotz sind sowohl das Restaurant als auch das Fruehstueck bei Fox & Obel unbedingt empfehlenswert.

DSC_0013

Es gibt bei uns keine Reise ohne ein schnelles Essen bei McDonald’s, aber auch hier hat Chicago etwas Besonderes zu bieten: einen Rock’n Roll McDonald’s.

McDonalds

Ein Umweg hierher lohnt sich nicht unbedingt, aber wenn man in der Naehe ist, kann man sich durchaus mal einen Burger in einem der chilligen und/oder stylischen Sitzgelegenheiten schmecken lassen. Am coolsten ist die Rolltreppe in die obere Etage. 🙂

Einen Umweg auf dem Weg nach Hause sind wir gefahren, um eine sehr unspektakulaere Strasse zu bestaunen. Interessant wird sie nur durch die Tatsache, dass dort die legendaere Route 66 begann. Leider bin ich die Route 66 noch nie gefahren, aber immerhin habe ich bereits den Anfang und das Ende dieser beruehmten Strasse gesehen!

Route 66

Advertisements

New York City, schoen wie immer!

Toll war es wieder in New York. Trotz der kraenklichen Vorzeichen waren wir letztendlich fit, nur Jannik hatte am Anreisetag leider noch Fieber. Wir sind mit dem gedopten Kind nur kurz nach Chinatown gefahren und anschliessend abends frueh ins Bett gehopst. Am naechsten Morgen war er zum Glueck putzmunter.

Chinatown hat mich nicht vom Hocker gehauen, was vor allem daran liegt, dass ich diese kleinen Rumpellaeden mit den unzaehligen Touristenkrams nicht mag. Die gibt es dort zuhauf. Ausserdem ist es mir zu bloed, mit irgendwem um Preise zu feilschen. Andreas hat dafuer um so mehr Spass daran. Zum Durchbummeln ist es dort aber ganz nett.

Chinatown

Ansonsten waren wir noch mal im Spielzeuggeschaeft F.A.O. Schwarz und – Alinas groesster Wunsch – im American Girl Doll Laden. Beide Geschaefte liegen an der 5th Avenue, wo wir anschliessend zum gefuehlt doppelten Preis als normal zu Mittag gegessen haben.

FAOSchwarz

Puppenwerkstatt im aeltesten Spielzeuggeschaeft der USA: F.A.O. Schwarz, gegruendet 1862 vom deutschen Immigranten Frederick August Otto Schwarz.

American Girl Store

McKenna mit ihren Puppenschwestern.

Der Mann war voellig begeistert als ich ihn gefragt habe, ob ich ihn fotografieren duerfte. Den Anzug hat er selbst genaeht.

Schaufensterkunst

Schaufensterkunst in der 5th Avenue.

Am naechsten Tag stand Kultur auf dem Programm, wir haben das Metropolitan Museum of Art besucht.

Metropolitan Museum of Art

Metropolitan Museum of Art

Metropolitan Museum of Art

Metropolitan Museum of Art

Unten rechts im Bild: Die besonders gelungene Darstellung eines griechischen Gottes.

Central Park

Wir haben uns Fahrraeder ausgeliehen und sind durch den Central Park geradelt.

Unser Hotel lag in der Naehe des Battery Parks, wo der Hurrikan Sandy besonders stark gewuetet hat. Beim morgentlichen Joggen konnte ich noch so einige Spuren davon entdecken.

Hurrikan Sandy

Ich kann diese Stadt immer wieder besuchen, es wird dort einfach nie langweilig.

Die Leiden der Familie L.

2 Kinder mit Halsschmerzen, 2 Maedels mit Verdacht auf einen Magen-Darm-Virus, ich leider zusaetzlich unter Ruecken (besonders im Auto) und Schmerzen im rechten grossen Zeh (beim Laufen), Andy kann seinen Kopf nicht drehen und bekommt gelegentlich krampfartige Schmerzen auf der linken Halsseite.

Beste Voraussetzungen also, um ein langes Wochenende in New York City zu verbringen. Happy Thanksgiving!

Teil 5 – Hollywooooooooood!

Unseren Entschluss, zwei Naechte in Los Angeles zu bleiben, hatten wir ziemlich kurzfristig gefasst. In einschlaegigen Reiseforen und von Leuten, die schon dort waren, hatten wir gehoert, dass Stadt haesslich sei und sich ein Besuch nicht lohnen wuerde. Da wir aber noch 2 Tage Zeit hatten und es in Los Angeles tatsaechlich endlich warm war, blieben wir – und haben es nicht bereut!!!

Unser altmodisches, aber gemuetliches Hotel lag zentral in Hollywooooood (ganz langes OOOOO – wichtig!). Daher machten wir uns direkt nach unserer Ankunft per Bus auf den Weg zum Hollywood Boulevard. Die einzelnen Haltestationen wurden ueber’s Band angesagt und der Sprecher zog das Wort „Hollywooooood“ immer so herrlich dramatisch in die Laenge.

Die beruehmten Sterne pflastern den Weg und wir hatten Spass daran nach bekannten Namen zu suchen.

Zwischendurch wurden wir angesprochen, ob wir nicht eine Sightseeing Tour buchen wollten. 1,5 Stunden, $40 pro Person, aber weil wir ja so nett seien und obendrein noch aus Deutschland, gaeb’s die heute Mal fuer den halben Preis. Neee is klar. Die Busse sahen echt nicht vertrauenserweckend aus. Im Grunde waren es Kleinbusse, von denen das Dach abgeflext war. Da wir aber eigentlich Fans solcher bequemen Stadtrundfahrten sind, haben wir uns doch zur Teilnahme durchgerungen und hatten unseren Spass.

Naaa, wer ist denn wohl diese Feuerleiter hochgekraxelt, um seine Angebetete aus dem Turm zu retten?

Der Fahrer war ein Atze Schroeder Typ – lockige Haare, die gleichen Klamotten und ziemlich witzig. Genau wie der Bushaltestellensprecher rief er bei jeder Gelegenheit „Hollywooooood“. Er redete wie ein Wasserfall und die doofen Touris (ich zum Beispiel) knipsten alles, aber wirklich alles, was er waehrend der Tour erwaehnte. Also habe ich bestimmt 50 Fotos oder so von dieser Tour, aber keine Ahnung mehr, warum genau ich das geknipst habe…

Besonders als wir durch das noble Wohnviertel Beverly Hills fuhren, bekam ich fast einen Krampf im rechten Zeigefinger. Leider weiss ich nicht mehr, welches tolle Haus, welche millionenschwere Villa welchem Promi gehoert. Genannt hat er zum Beispiel Madonna, die Beckhams, Hugh Hefner und seine Bunnies, das Haus, in dem Michael Jackson gestorben ist und noch jede Menge andere Namen. Die Aufregung im Bus war gross, wenn sich eines der riesigen Tore zur Einfahrt oeffneten – dann gab’s ein Blitzlichtgewitter vom Feinsten. Andreas hat sogar – Achtung, haltet euch fest – ein BEIN (ganz echt) von Christina Aguilera gesehen, als sie aus dem Auto stieg!

Dieser weisse Range Rover mit verdunkelten Scheiben fuhr gerade in die Auffahrt, es stieg aber noch keiner aus… Das Tor schloss sich langsam und alle starrten gebannt auf die Autotuer… kurz bevor sich das Tor ganz zuschob, geschah es – Andy sah DAS BEIN!!!

Dramatisch auch das Erscheinen eines Mannes, der aus einem Tor trat und die Hunde eines Promis ausfuehrte. Hach, man muss wohl dabei gewesen sein, um diesen Nervenkitzel nachzufuehlen… 😉

Hat jemand diese Hunde vielleicht schon mal in „Bunte“ gesehen?

Trotz der wunderschoenen Gegend und der Chance auf Georg Clooney als Nachbarn moechte ich dort nicht wohnen, denn natuerlich waren wir bei weitem nicht die einzigen Neugierigen, die wie die Geier darauf aus waren, vielleicht einen Blick auf jemand Beruehmten werfen zu koennen.

Die Polizeistation von Beverly Hills, in der schon Eddie Murphy sein Unwesen trieb.

Nach dieser Aufregung sind wir zur Entspannung ins Wachsfigurenkabinett Madame Toussaud gegangen, das auch am Hollywooooood Boulevard liegt. Die unzaehligen Bilder Familienmitglied + Wachspromi erspare ich euch jetzt mal… 🙂

Ach nein, dass eine muss ich euch zeigen, traf ich doch Forrest Gump an der Bushaltestelle…

…und gotthabihnselig Patrick Swayze im Wald. Die beruehmte Hochschwingpose haben wir natuerlich mit Leichtigkeit hinbekommen, aber keiner hat’s geknipst. Ist ja mal wieder typisch.

Ach ja, Jannik hatte Konrads Spezialkleber dabei und konnte erstaunliche Kunststuecke zeigen.

Fuer den naechsten Tag standen ein Besuch des Griffith Observatoriums und des Santa Monica Piers an, ausserdem wollten wir gern eine Shoppingtour (haha) am Rodeo Drive machen und Alina wollte noch mal zum Hollywoooooood Boulevard und den Stern von Kermit dem Frosch suchen. Da die Stadt riesig ist (logisch, gelle), aber die Sehenswuerdigkeiten ueberall verstreut sind, schieden oeffentliche Verkehrsmittel leider aus und wir mussten uns zwangslaeufig mit dem Auto auf den Weg machen.

Das Griffith Obervatorium war mein Wunsch, da ich der Meinung bin, ein bisschen Bildung hat noch keinem geschadet. Leider sahen die Kinder das anders, die beiden hatten den Morgen echt die Schnauze voll von Sightseeing aller Art und verbreiteten ordentlich schlechte Laune, die auch nicht dadurch besser wurde, dass wir noch ueber eine halbe Stunde in der Hitze vor dem Gebaeude warten mussten, bis es endlich aufmachte. Ich konnte es ihnen aber auch nicht verdenken, denn wir haben ihnen mit dieser Rundreise echt eine Menge zugemutet. Das Observtorium war richtig toll, allerdings ziemlich ueberfuellt. Zum Glueck konnten wir uns eine Show angucken, gemuetlich in einem weichen Sessel liegend, zum Thema Wasser auf der Erde. Toll!!! Es koennte sein, dass der eine oder andere (ich nenne jetzt mal keine Namen) die Zeit fuer ein Nickerchen genutzt hat… 🙂


Anschliessend machten wir uns auf den Weg zum Santa Monica Pier. Leider dauerte diese Fahrt ewig, da wir oft nur im Schritttempo vorwaerts kamen. Die Kinder waren danach so heilfroh, endlich etwas Normales wie Strand und Wasser zu sehen, dass wir ein schlechtes Gewissen bekamen und ihnen erlaubt haben zu baden, obwohl wir keine Schwimmsachen dabei hatten und es eigentlich auch zu kalt war.

Mit den klitschnassen, aber endlich wieder gluecklichen Kindern mussten wir zurueck zum Hotel. Danach hatten wir alle keine Lust mehr, uns nochmals per Auto auf den Weg zu machen. Dafuer haben wir in der Naehe unseres Hotels einen schicken Diner entdeckt und dort zu Abend gegessen.

Damit war unsere Zeit in Los Angeles auch schon um, aber bevor wir zu unserem letzten Ziel La Jolla fuhren, haben wir noch eine Fuehrung in den Universal Filmstudios mitgemacht. Die war leider nicht so dolle wie erhofft (und wie der Preis es haette vermuten lassen…).

Wir wurden (nach einem Besuch des obligatorischen Souvenirladens) in kleinen Bussen ueber das Filmgelaende gefahren, wo wir ueberwiegend Strassenzuege sahen – Wohnhaeuser, Grossstadt, Ladenzeilen. Solche Kulissen hatten wir auch schon im Bavaria Filmstudio in Muenchen gesehen. Die innen liegenden Filmkulissen aus aktuellen Fernsehsendungen bekamen wir nicht zu Gesicht, allerdings durften wir in das ausrangierte Restaurant aus der Serie „Friends“. Als grosses Aushaengeschild wurde Harry Potter genannt, es gab allerlei Merchandising und ein paar Originalkostueme zu sehen. Die Filme selbst wurden aber in England produziert. Danach haben wir uns wieder mal in unser Auto geschmissen, um die letzten Kilometer unserer Reise zurueck zu legen.

So, nun habe ich viel mehr ueber Los Angeles geschrieben als geplant, also ist hier Schluss und der Rest folgt demnaechst!

Teil 4 – Endlich: Die traumhafte Route 1

Von San Francisco sollte es nun suedwaerts gehen. Allerdings haben wir nicht die kuerzeste Strecke gewaehlt, sondern sind  der Kuestenstrasse Route 1 gefolgt. Sie schlaengelt sich durch die Berge und bietet immer wieder wunderschoene Ausblicke auf den Pazifik. Nur unser guter alter Bekannter, der Nebel des Grauens, liess uns frieren und das Meer manchmal nur erahnen.

Die angespuelten Wasserpflanzen am Strand waren RIESIG, und dementsprechend riesig war damit auch der Spass fuer die Spielkinder.

Die Seehunde haben wir erst fast nicht gesehen, sie sind auf den Felsen sehr gut getarnt. Ausserdem waren sie recht weit weg (es gab keinen Weg runter zum Strand), auf dem Bild sind sie sehr nah rangezoomt.

Wir machten eine Zwischenuebernachtung in Monterey, einer netten kleinen Hafenstadt mit der obligatorischen Touristenbespassung…

Die Fahrt ist lang, hmmm, jetzt einen leckeren Cappuccino und ein Eis, das waer‘ was…

„Closed for restoration“ – hahahahaha. Also bleiben wir beim Wasser, ist ja sowieso gesuender. 😦

Hoemma, isset nich schoen!!! Ueber die Bruecke sind wir gerade gefahren.

Aber das absolute Highlight der laaaangen Strecke kommt noch – die Seeelefanten! Was fuer herrliche Tiere, ich koennte sie stundenlang anschauen. Durch den Ruessel sehen sie einfach super witzig aus.

Muetter beim Kaffeeklatsch.

„Was guckst du???“

Wegen Ueberfuellung geschlossen.

Die naechste Uebernachtung hatten wir in einem nichtssagenden Ort namens Lompoc, den wir rein zufaellig ausgewaehlt hatten. Am naechsten Tag ging es weiter in die Stadt der Engel und der Superstars – Los Angeles!

Teil 3 – San Francisco und wir lernen den Nebel des Grauens kennen

Nun muss ich euch erst mal von unserem tollen Mietwagen erzaehlen. Aufgrund der vielen Fahrerei haben wir uns einen Van gemietet – mit so tollem Luxus wie automatischen Schiebetueren und sogar einer Kofferraumklappe, die auf Knopfdruck schliesst, ausserdem jede Menge Platz im Innenraum, mehrere Steckdosen und USB Anschluss, integriertes Videosystem…

Der Weg von Mariposa nach San Francisco fuehrt durch eine ruhige Gegend mit sanften Huegeln und kleinen Doerfern. Wir haben mehrere Plantagen mit Pistazienbaeumen gesehen. Bis dato wusste ich gar nicht, dass die leckeren Knabbereien an Baeumen wachsen. Allerdings habe ich auch noch nie darueber nachgedacht… Da sieht man doch mal wieder, dass Reisen bildet!

Wie man sieht, ist alles sehr trocken. Die Gegend muss im Fruehjahr wunderschoen sein, wenn das Gras gruen ist.

Nach all der Aufregung brauchten wir etwas Normalitaet, daher hiess unser Stopp kurz vor San Francisco Target, unser Lieblingseinkaufsladen – Kaffee trinken und Schuhe kaufen, danach ging es uns besser. Anschliessend fuhren wir zu unserem Hotel, das nicht direkt in San Francisco lag, sondern in San Mateo, einem Ort ca. 20 Meilen suedlich. Es ist einfach billiger, soweit ausserhalb zu wohnen. Daher konnten wir nach 2 Naechten in billigen Motels mal wieder einigermassen feudal in einem Holiday Inn Suite Hotel schlafen. In San Mateo schien die Sonne, allerdings war es ziemlich kuehl, nur etwa 18 Grad. Also zogen wir uns etwas waermer an und machten uns per Bahn auf den Weg in unsere Zielstadt. Und auf der Fahrt dorthin sahen wir ihn das erste Mal – den Nebel. Er lag tief, grau und undurchdringlich zwischen den Haeusern. Der Kaelteschock traf uns dann bei Ausstieg – 12 Grad Celsius! Und wir hatten alle kurze Hosen an…

Wir hatten fuer den ersten Tag keine festen Plaene und waren ziemlich orientierungslos. Wir wussten nur, dass wir gern mit der Cable Bahn fahren wollten. Also stiegen wir in die erstbeste Bahn, die irgendwie so aussah – eine alte (oder auf alt getrimmte?) Strassenbahn. Auf dieser Fahrt wurden wir maechtig enttaeuscht. Irgendwie hatten wir uns San Francisco toller vorgestellt… Es war eigentlich nur – naja, eine stinknormale Grossstadt. Und kalt. Unsere Laune sank und wir fanden alles doof. Wir sind also irgendwo aus der Bahn raus und mit der naechsten wieder zurueck gefahren. Ein paar Geschaefte und Strassenmusiker sahen ganz interessant aus, also sind wir dort ausgestiegen. Nachdem wir uns in einem Geschaeft aufgewaermt hatten, fanden wir dann endlich die richtige Cable Bahn. Die Haltestelle war unschwer daran zu erkennen, dass dort eine lange Schlange Touristen standen.

Der erste Versuch…

…und hier endlich die Gesuchte!

Die Touristenattraktion zeichnet sich natuerlich auch durch ueberzogene Preise aus, das ist bekanntlich ein globales Phaenomen. 24 Dollar haben wir fuer eine ca. 15minuetige Fahrt bezahlt.

Am meisten Spass hatten eindeutig die Leute, die draussen auf dieser kleinen Plattform standen. Wir sassen leider mitten in der Menschenmenge und haben nix gesehen. Stimmt nicht – wir hatten Spass an einer Frau, die es tatsaechlich schaffte im Stehen zu schlafen. Besonders interessant wurde es, wenn sie kurz wach wurde und die Augen so verdrehte, dass man nur den weissen Augapfel sah!

An der Haltestelle Lombard Street sind wir ausgestiegen. Hier konnten wir nun endlich sehen, wofuer die Stadt beruehmt ist – die huegeligen Strassen und der Ausblick bis zum Meer sind schon ziemlich faszinierend.

Die Lombard Street ist ganz schmal und windet sich schlangenfoermig den Huegel hinab, die Gaerten sind wunderschoen angelegt. Warum es allerdings fuer die Touristen interessant sein soll, sich dort muehselig mit dem Auto durchzuquaelen, ist mir ein Raetsel.

Anschliessend zogen wir weiter Richtung Wasser. Zwischendurch hatte wir einen wunderschoenen Ausblick auf Alcatraz und wir sahen das erste und einzige Mal die Golden Gate Bridge. Naja, was man so sehen nennen kann…

Die Kinder krakzelten ein bisschen zwischen einigen Baeumen herum, bis Andreas ploetzlich einen Obdachlosen entdeckte, der dort sein Nachtlager aufgeschlagen hatte. Es sollte nicht der einzige bleiben, dem wir auf unserer Reise begegneten. Wir haben zugesehen, dass wir schnell dort wegkamen… :-/

Auf dem Rueckweg zu unserer Bahn kamen wir durch das italienische Viertel, dort reihen sich leckere Baeckereien und schicke Restaurants aneinander.

Fuer den naechsten Tag hatten wir Tickets fuer einen Besuch der Gefaengnisinsel Alcatraz gebucht. Dieser Besuch sollte sich als absolutes Highlight San Franciscos herausstellen!

Ich hatte nicht besonders viel erwartet: Ein bisschen herumlaufen und Gefaengniszellen angucken… Als wir nach einer 15minuetigen Ueberfahrt auf der Insel ankamen, wurden wir zunaechst von einem Ranger begruesst, der uns einen kurzen Ueberblick ueber die Anlage gab. Anschliessend konnte man sich einen Film ueber die Geschichte von Alcatraz ansehen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass die Insel einige Jahre nach Schliessung des Gefaengnisses fuer ca. 2 Jahre von Indianern besetzt wurde.

Wir holten uns die angepriesenen Audio Guides ab, die es zu unserer Begeisterung auch in Deutsch gab. Ein Erzaehler leitet durch die einzelnen Bereiche des Hauptgebaeudes und man erfaehrt allerlei Interessantes ueber die Zeit als Hochsicherheitsgefaengnis. Ehemalige Insassen und Gefaengniswarter kommen zu Wort und die Ausbruchsversuche werden als Hoerspiel dargestellt. Toll!

Dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt und waren die $100 Eintrittsgeld (fuer uns 4 zusammen) wert!

Wieder zurueck auf dem Festland sind wir zum Fishermen’s Wharf gelaufen. Davon waren wir echt enttaeuscht, obwohl das ueberall im Internet als besonders sehenswert gehuldigt wird. Vielleicht liegt es daran, dass mich als Deichkind so ein Hafengebiet nicht vom Hocker haut? Jedenfalls gab es dort ausser ueberteuerten Restaurants und typischen Touristennepplaeden nichts zu sehen.

Insgesamt fanden wir San Francisco nett, mehr aber auch nicht. Vielleicht hatten wir nicht die richtigen Plaetze gefunden, oder es lag an der Kaelte, die uns ziemlich zugesetzt hat – ich weiss es nicht… Aber wir waren ja lange noch nicht am Ende unserer Reise angekommen!

Teil 2 – Wir fahren ins Tal des Todes und in den Yosemite National Park

Nach diesem Stadtschock kam das Kontrastprogramm – Death Valley… Der Name klingt genauso gruselig, wie es dort tatsaechlich ist, eine Mondlandschaft kann nicht trostloser sein.

Einen letzten Stopp machten wir vorher in Pahrump, ein lustig aussehendes Oertchen.

Dann ging es los. Ausgeruestet mit vollem Tank und jeder Menge Wasser machten wir uns auf den Weg.

Einen einzigen Halt machten wir nur am Zabriskie Aussichtspunkt. Die Hitze und der heisse Wind dazu waren nicht lange auszuhalten.

Der erste Teil der Fahrt durch das Death Valley war recht entspannend. Nervoes wurden wir erst, als wir durch die hohen Berge mussten und uns ein riesiges Schild am Strassenrand aufforderte, die Klimaanlage auszuschalten, um eine Ueberhitzung des Motors zu vermieden. Puh, was haben wir geschwitzt – vor allem vor Angst…

118 Grad Fahrenheit = 47.8 Grad Celsius.

Was waren wir erleichtert, als wir durch die Berge durch waren und die Steinwueste hinter uns gelassen hatten! Trotzdem kann ich jedem nur empfehlen, diese Fahrt einmal zu machen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Es ist einfach spannend zu sehen, was fuer faszinierende Plaetze es auf dieser Erde gibt!

Die Nacht verbrachten in einem Super 8 Motel in einem Ort namens Bishop, der wunderschoen in einer Ebene zwischen zwei Bergketten liegt.

In diesem Motel gab’s morgens ein kostenloses Fruehstueck. Allerdings – ueppig ist was anderes…

Das war ihr auf dem Bild seht, ist schon der ganze Fruehstuecksraum und das ueppige Buffet. Jaja, ich weiss, euch laeuft das Wasser im Mund zusammen! Aber kein Neid bitte!

Am naechsten Morgen sind wir frueh aufgebrochen, die Weiterfahrt durch den Yosemite National Park stand auf dem Programm. Nach einem Tag im tiefsten Teil der USA (Teile des Death Valley liegen unterhalb des Meeresspiegels) sollte es heute bis auf ca. 3000 m hoch hinauf gehen.

Unseren ersten Stopp legten wir noch vor dem Eintritt in die Yosemite Park ein, am wunderschoenen Mono Lake.

Der See sieht so nah aus, aber das taeuscht. Es ist von unserem Standpunkt aus (am Besucherzentrum) extrem weit zu laufen. Andreas hat es gleich gesagt, aber ich wollte natuerlich nicht auf ihn hoeren und habe darauf bestanden, dass wir uns auf den Weg zum Wasser machen – bergab durch dichtes Gestruepp mit einem sandigen Untergrund. Nach ca. 15 Minuten musste ich zu meiner Schande eingestehen, dass mein kluger Ehemann recht hatte, denn wir sind dem See irgendwie ueberhaupt nicht naeher gekommen und haetten bestimmt noch locker eine Stunde bis zum Ufer gebraucht. Also sind wir umgedreht und den Berg aus Sand und Gestruepps wieder hochgekraxelt. Aber eine kleine Sporteinheit hat noch niemandem geschadet :-D!

Kurze Zeit spaeter kamen wir endlich zum Eingang des Yosemite Parks.

Leider koennen die Bilder nicht wiedergeben, wie schoen es in diesem Park ist.

Aussichtsblick vom Olmsted Point.

Besonders beeindruckt waren wir von den Giant Sequioa Baeumen. Anhand des Bildes unten kann man ungefaehr die Groesse erahnen. So breit wie der Fuss ist, so hoch ist der Baum. Diese Riesen sind ca. 3000 Jahre alt  – Wahnsinn, oder???

Wir waren an diesem Tag ca. 10 Stunden unterwegs und abends froh, als wir unseren Zwischenstopp Mariposa erreicht hatten. Abendessen gab es in einem schnuckeligen Restaurant in Laufweite, da wir auf keinen Fall noch mal ins Auto steigen wollten! Ausserdem sollte es am naechsten Tag weiter gehen, diesmal – nach 2 Tagen Natur pur – hiess unser Ziel San Francisco!