Teil 1 – Las Vegas (updated)

Soooo, auf geht’s! Es gibt viel zu erzaehlen, die Reise war lang und wir haben jede Menge gesehen.

Gestartet sind wir am 4. Juli in Las Vegas. Der 4. Juli ist ja bekanntlich der Independence Day, es kam einfach so aus, dass an dem Tag die Fluege am guenstigsten waren.

Bitte keine bloeden Sprueche ueber meinen Hut, Sonnenschutz ist sehr wichtig!!! Nein, nicht innerhalb des Flughafens, aber fuer den Koffer ist er zu gross…

Las Vegas ist einfach irre. Wie die meisten Touristen haben wir eigentlich nur den Strip gesehen, die Strasse, in der sich ein Prachthotel an das andere reiht. Wir haben uns den Luxus gegoennt in einem 5 Sterne Hotel mittendrin zu uebernachten, im Cosmopolitan. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Hotels in Las Vegas relativ guenstig sind, wir haben nur ca. $150 pro Nacht fuer ein riesengrosses Zimmer mit wunderbarem Blick auf den Strip bezahlt. Das Hotel hat drei (!!!) Pools auf verschiedenen Etagen. Natuerlich wollten die Kinder dort schwimmen gehen. Allerdings waren dort nur wenig Kinder am Plantschen, sondern schicke und offensichtlich wohlhabende junge Leute standen bis zum schlanken Bauch mit einem Drink im Pool rum und hielten Smalltalk. Die Kinder haben beim Toben den Damen ihre blondierten Haare und Silikonbusen nassgespritzt und den Maennern die Drinks mit Poolwasser verwaessert. Ich fand’s lustig :-). Trotzdem sind wir nie lange dort geblieben, weil wir uns doch etwas fehl am Platz vorkamen.

Zum Fruehstueck hatten wir uns am Vortag Bagels besorgt, ich bin morgens um kurz nach 8 Uhr losgegangen, um uns dazu einen Kaffee vom McDonald’s um die Ecke zu holen. Dafuer musste ich durch den Casinobereich laufen, der rund um die Uhr im Betrieb ist und hermetisch vom Tageslicht abgeschottet wird. Tatsaechlich sassen zu dieser fruehen Stunde Leute im feinen Zwirn mit Bier und Longdrinks an den Tischen, was ich echt gruselig fand…

Wir haben allerdings nicht einen einzigen Dollar verspielt, weil die Kinder sich nicht im Bereich der Spielgeraete und -tische aufhalten durften. Las Vegas ist insgesamt nicht wirklich familienfreundlich, deswegen waren unsere beiden auch nicht besonders begeistert. Ich bin nach einem zweitaegigen Besuch auch mit der Stadt durch…

Tagsueber sind wir in die Wueste zu den Red Rocks gefahren, die ca. 17 Meilen ausserhalb der Stadt liegen.

Da wir ganz stilecht eine Show sehen wollten, hatten wir uns fuer den Abend Karten fuer den Magier Jan Rouven besorgt. Es ist quasi ein David Copperfield fuer Arme, optisch aber genau wie sein Vorbild ein echtes Schnuckelchen :-P. Ach, und ausserdem ist er ein deutscher Landsmann!

Ein paar Eindruecke aus Las Vegas und unserem Hotel gibt’s hier in dem kleinen Video zu sehen. Wenn ihr von Deutschland aus dieses Video anschaut, geht bitte auf www.hidemyass.com und gebt den Link des Videos http://youtu.be/IeHbYRfHec0 auf der Startseite ein.

To be continued – stay tuned!!!

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Hallo??!?

Unverschaemt, ich habe mich wirklich ewig nicht gemeldet! Daher gibt es zwischendurch ein kleines Lebenszeichen.

Wir sind nun seit Mittwoch in Nevada und Kalifornien unterwegs. Einen Reisebericht werde ich schnellstmoeglich starten. Vor der Abreise hatten wir ein paar Tage Besuch aus Deutschland – juhu, endlich! Und wie bespassen wir in Murrysville Besucher aus dem Ausland? So natuerlich:

Happy Mother’s Day

Wir haben ein aufregendes und abwechslungsreiches Muttertags-Wochenende in Pittsburgh verbracht. Am Samstag haben wir ganz touri-like eine Rundfahrt auf den Fluessen gemacht, anschliessend waren wir urdeutsch unterwegs: Im Hofbraeuhaus!

Abfahrt auf dem Monongahela River.

Station Square mit der Hard Rock Cafe Gitarre, im Hintergrund die Incline Bahn.

Das Baseball Stadion PNC Park, das wir am Sonntag noch von innen sehen sollten!

Ein legga Radler! Die Kellner verstehen sogar, wenn man „Radler“ bestellt. Oder Wurstplatte, oder Wiener Schnitzel. Coooool!

Am Sonntag waren wir dann im PNC Park und haben uns das Baseballspiel Pittsburgh Pirates gegen Houston angeguckt. Und haben festgestellt, dass Baseball unfassbar langweilig ist. Die meisten Leute gehen wohl nur wegen der leckeren Nachos dorthin, oder wegen der kostenlosen T-Shirts, die zwischendurch ins Publikum geschmissen wurden. Selbst die Spieler auf dem Feld wirkten gelangweilt. Nach drei Stunden haben es nur insgesamt drei Spieler geschafft, einmal ums ganze Feld zu rennen. Wir sind dann irgendwann gegangen, weil wir keine Lust mehr hatten, uns das Elend weiter anzugucken.

Das Stadion ist allerdings toll, alleine dafuer hat sich der Besuch gelohnt. Man hat einen tollen Blick auf Pittsburgh Downtown inklusive der typischen gelben Bruecken.

Der schoene Ausblick links…

…und das langweilige Spiel zu unserer rechten Seite. Zu allem Ueberfluss hat es auch noch geregnet, aber wir sassen – im Gegensatz zu den armen Socken im Regenponcho – im ueberdachten Bereich.

Abends waren wir im brasilianischen Restaurant „Green Forrest“ schick essen. Es gab ein herrliches Buffet mit Seafood, Salaten und allerlei anderer Leckereien. Ausserdem kamen die Kellner an den Tisch und haben uns frisch gegrilltes Fleisch wie Gefluegel, Lamm und verschiedene Sorten Steak am Spiess angeboten. Leeeecker!!! Bloed ist nur, dass wir irgendwann satt waren, obwohl wir am liebsten immer weiter gegessen haetten. Es sah genau so aus wie auf diesem Foto, das Andreas in Brasilien gemacht hat.

Florida, Teil 3

Tut mir leid, dass ich den Reisebericht so in die Laenge ziehe, aber irgendwie dauert das immer, bis ich einen Teil fertig habe, und dann bin ich muede/hungrig/irgendwer ruft nach mir usw.

Also, nach unserem Besuch bei den Miccosukees ging es nicht auf dem Tamiami Trail weiter, sondern wir machten einen (ziemlich langen) Schlenker ueber die Loop Road. Diese 24 Meilen lange Strasse ist im Gegensatz zu dem sehr gut ausgebauten Tamiami Trail zum groessten Teil eine staubige Schotterstrasse.

Dieser Umweg lohnt sich aber auf jeden Fall, denn hier tummelt sich allerlei Getier. Selbst wir sahen sie auf Anhieb, was schon wirklich was heissen soll, da Geduld und stundenlanges Ausharren fuer irgendwas nicht zu unseren Staerken gehoert… 😉

Vielleicht muss man ein bisschen schraeg sein, um an der Loop Road wohnen zu wollen, dafuer gibt’s dann auch solche Kuriositaeten zwischendurch zu sehen:

Dieser Weg war echt spannend, aber wir fahren froh, als wir endlich wieder auf der festen Strasse ankamen. Danach sind wir zuegig nach Cape Coral, unserem Ziel, durchgeduest. So aufregend diese ganze Flora und Fauna auch ist, irgendwie war ich letztlich erleichtert, als wir wieder in die Zivilisation ankamen und ich endlich einen Cafe Latte von McDonald’s in der Hand hatte. Es gibt echt keinen einzigen Fast Food Laden oder Starbucks auf der ganzen Strecke, was fuer USA Verhaeltnisse sehr sehr ungewoehnlich ist – unfassbar… 😛

Man weiss uebrigens genau, wann man in Florida angekommen ist – und zwar wenn man einen Schildwackler sieht. Diesen (zugegebenermassen ziemlich bekloppten) Namen haben wir den Leuten gegeben, deren Job es ist, den ganzen Tag mit einem Werbeschild an der Strasse rumzulaufen. Zur Osterzeit gern auch bei 30 Grad in einem flauschigen Hasenkostuem. Die offizielle Berufsbezeichnung ist wahrscheinlich „Manager for Outdoor Marketing“ oder so. Leider habe ich nur ein brauchbares Foto bekommen, obwohl ich es ein paar Mal versucht habe.

Von unserem Aufenthalt in Cape Coral gibt es ansonsten nichts Spannendes zu berichten. Wir waren ein paar mal am Strand oder haben relaxt am Pool unseres schnuckeligen Haeuschens gelegen und uns dabei natuerlich trotz all der Cremerei einen ordentlichen Sonnenbrand eingefangen. Andreas und Jannik haben die Fischwelt unsicher gemacht und tatsaechlich einen kleinen Hammerhai und einen Rochen an der Angel gehabt. Ausgerechnet da war ich nicht dabei, sonst gaebe es natuerlich Beweisfotos.

Mutti legt die Fuesse hoch und die Kinderlein haben Spass – so ist’s fein 🙂

Der schoene Strand im Lovers Key State Park…

… und von Sanibel Island:

Die Sonnenuntergaenge in Florida sind toll, besonders wenn man sie gemuetlich mit einem Glas Wein am Steg unseres Ferienhauses geniesst!

So, es ist schon wieder furchtbar spaet und ich muss in die Heia. Das naechste Mal werde ich euch von Miami berichten. Gute Nacht!

Florida, Teil 2

Die naechste Attraktion auf dem Tamiami Trail liess nicht lange auf sich warten. Mitten in den Everglades liegt das Miccosukee Indianer Reservat und man erfaehrt allerlei Interessantes beim Besuch des Indian Village.

Die deutsche Flagge?? Aber nein, finde den Fehler 😉

Natuerlich gibt’s einen Shop und wer will, kann sich kunterbunte Indianer Kleidung kaufen. Ich moechte ja gern mal wissen, wer das anderswo anzieht… Wahrscheinlich kaufen sich das viele im Schwung der Euphorie und das grosse Entsetzen kommt dann zu Hause beim Koffer auspacken.

Es ist ein originalgetreues Indianerdorf aufgebaut. Allerdings bekommt man hier keine Tipis zu sehen, sondern grasgedeckte, offene Gebaeude.

Das Kochhaus. Seht ihr den sehnsuechtigen Blick? Warum ist man mit 13 eigentlich staendig hungrig?

Das spannendste war eine Vorfuehrung mit einem Alligator. Erstmal wurde uns der Unterschied zwischen einem Krokodil und einem Alligator erklaert, ich hab’s aber vergessen, dieses Viech war jedenfalls ein Alligator.

Man koennte meinen, ein Hund hechelt ergeben und schmachtend sein Herrchen an. Stattdessen hat der Kerl aber gefaucht und das Maul zugeschnappt, dass einem Angst und Bange wurde. Aeh, also ich mein‘ jetzt den Alligator, nicht den Indianer…

Wie man sieht, machen auch Alligatoren Yoga. Hier – der Sonnengruss.

Am Ende hatten wir alle vier noch einen Kampf mit einem Alligator…

Florida, Teil 1

Ein froehliches Hallo aus dem herrlichen „sunshine state Florida“! Wir sind aus dem ungemuetlichen Pennsylvania gefluechtet, um ein bisschen Sonne zu tanken. Allerdings regnet es heute Morgen, also nutze ich die Gelegenheit fuer einen ersten Reisebericht.

Dienstagabend sind wir in Fort Lauderdale gelandet. Unseren Mietwagen haben wir bei Enterprise gebucht, die netterweise nicht versucht haben, uns eine ueberteuerte Versicherung aufzuschwatzen, ausserdem haben wir dank der Schusseligkeit eines Mitarbeiters ein kostenloses Upgrade bekommen. 😀 Uebernachtet haben wir in einem schmuddeligen Ramada Hotel in einem Vorort von Miami namens Haileah (keine Ahnung wie man das ausspricht). In dem Ort kamen wir Blondies uns wie Exoten vor, da dort fast nur Suedamerikaner aus Mexiko und Kuba unterwegs waren. Wir haben auch mehr spanisch als englisch gehoert. Wenn man in Florida ankommt kann man sowieso kaum glauben, dass man innerhalb einen Landes gereist ist, so gross sind die Unterschiede zu Pennsylvania. Hier gibt’s zum Beispiel blonde Indianer.

50% der Familie fand's lustig, die anderen nicht so.

Mittwochmorgen sind wir frueh aufgebrochen, es ging ueber den Tamiami Trail auf die Westseite Floridas. Aber unser Motto war „Der Weg ist das Ziel“, denn er ist wirklich sehenswert. Man faehrt mitten durch die Everglades, und wofuer sind die bekannt – natuerlich fuer die Krokodile. Wir fuhren von Anfang an parallel zu einem Kanal und manchmal meinten wir, einen Krokokopf aus dem Wasser gucken zu sehen, sicher waren wir aber nicht. Also haben wir bei der ersten Gelegenheit angehalten. Aber auch dort sahen wir nur ab und zu etwas an der Oberflaeche, was sowohl Krokodil als auch ein Stock oder so sein koennte. Ansonsten, nix als Wasser und gruen.

Den naechsten Stopp machten wir dann am Shark Valley Visitor Center, das mein Lieblings-Amerika-Reiseberichterstatter auf seiner Seite angepriesen hatte. Dort kann man angeblich endlich Krokodile sehen, also nix wie hin!

Wir zahlten $10 Eintritt, stellten unser Auto ab und mieteten uns Fahrraeder. Hach, war das schoen, nach fast 9 Monaten endlich mal wieder auf einem Radl zu sitzen! Allerdings sind wir kaum zum Fahren gekommen, denn dort lagen die lang gesuchten Viecher endlich – und zwar zuhauf!!!

Aber wir haben nicht nur diese possierlichen Tierchen gesehen, sondern auch…

Eigentlich wollte ich die genauen Namen dieser Tiere rausfinden und hier mit meinem Wissen glaenzen, aber, och, ich hab’s mir kurzfristig anders ueberlegt. 😉

So, das war’s erstmal, aber wie sagt Paulchen Panther so schoen: „Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage.“