Das Finale – Beach Boys und andere tolle Shows

Fur die letzte Woche hatten wir uns ein kleines Ferienhaeuschen in La Jolla, San Diego gemietet. Die Preise in dieser Gegend sind unfassbar hoch, daher war es wirklich winzig und hatte keinen Pool (wir sind da ja von Florida sehr verwoehnt). Nett war es trotzdem, ausserdem nur wenige Minuten vom Pazifik entfernt.

Auf dem Programm stand fuer uns: Relaxen, Sonnen, Wellenreiten im Meer und Sonnenuntergaenge am Strand gucken. Urlaub halt.

La Jolla ist ein Urlaubsort mit vielen schoenen Straenden, Restaurants und jeder Menge Touristenneppgeschaeften. Quasi das Hooksiel im suedlichen Kalifornien. Man kann aber auch ein bisschen das Hippyfeeling wahrnehmen, es fuhren gelegentlich VW Bullis mit Surfbrettern auf dem Dach herum und die Kleidung der „Eingeborenen“ ist definitiv entspannt: T-Shirt, kurze Hose, Surfboard unterm Arm. Der Lebensstil wirkt locker, kein Vergleich zum hektischen Deutschland. Aber es ist bei ganzjaehrigem Sonnenschein an diesen wundervollen Straenden wohl auch kein Wunder.

Den einzigen aufregenden Tag in dieser Woche verbrachten wir im Sea World San Diego. Wir hatten uns alle darauf gefreut, die Kinder erwarteten Achterbahnen wie in Freizeitparks. Da gab’s dann lange Gesichter bei unserer Ankunft, denn es gibt dort nur eine einzige Achterbahn, die auch erst Anfang 2012 eroeffnet wurde und eine Wildwasserbahn. Karussell fahren ist hier nicht – dafuer gibt es etwas viel Besseres, naemlich wunderbare Shows, wie es wohl nur die Amerikaner koennen.

Leider koennen die Bilder nicht ansatzweise wiedergeben, wie schoen es dort war. Die Delfinshow zum Beispiel fing an, wie wir es aus dem Duisburger Zoo kennen. Allerdings wird alles mit Musik untermalt, an den Stangenaufbauten, die ihr ueber dem Wasser seht, fuehrten Luftakrobaten eine tolle Musicalshow auf, mit wunderbaren Kostuemen. Sogar echte Voegel flogen – natuerlich passend zur Geschichte – ueber dem Wasserbecken entlang, wahrend unten Delfine ihre Kunststuecke zeigten. WAHNSINN.

So, das war’s mit unserem Urlaub 2012, trotz meiner aberglaeubischen Befuerchtungen waren wir tatsaechlich dort! Es hat Spass gemacht, war aber streckenweise auch ganz schoen anstrengend. Besonders die Autofahrten schienen so manches Mal kein Ende zu nehmen. Ich hatte schon oft gelesen, dass die Entfernungen groesser sind als man meint, aber glauben tu ich’s erst jetzt. Es gibt aber auch ueberall soooo viel zu sehen, wir haetten am liebsten noch viel oefter angehalten und haben bestimmt noch so einige tolle Sachen verpasst. Aber wer weiss, man sieht sich ja bekanntlich immer zwei Mal…

Advertisements

Teil 5 – Hollywooooooooood!

Unseren Entschluss, zwei Naechte in Los Angeles zu bleiben, hatten wir ziemlich kurzfristig gefasst. In einschlaegigen Reiseforen und von Leuten, die schon dort waren, hatten wir gehoert, dass Stadt haesslich sei und sich ein Besuch nicht lohnen wuerde. Da wir aber noch 2 Tage Zeit hatten und es in Los Angeles tatsaechlich endlich warm war, blieben wir – und haben es nicht bereut!!!

Unser altmodisches, aber gemuetliches Hotel lag zentral in Hollywooooood (ganz langes OOOOO – wichtig!). Daher machten wir uns direkt nach unserer Ankunft per Bus auf den Weg zum Hollywood Boulevard. Die einzelnen Haltestationen wurden ueber’s Band angesagt und der Sprecher zog das Wort „Hollywooooood“ immer so herrlich dramatisch in die Laenge.

Die beruehmten Sterne pflastern den Weg und wir hatten Spass daran nach bekannten Namen zu suchen.

Zwischendurch wurden wir angesprochen, ob wir nicht eine Sightseeing Tour buchen wollten. 1,5 Stunden, $40 pro Person, aber weil wir ja so nett seien und obendrein noch aus Deutschland, gaeb’s die heute Mal fuer den halben Preis. Neee is klar. Die Busse sahen echt nicht vertrauenserweckend aus. Im Grunde waren es Kleinbusse, von denen das Dach abgeflext war. Da wir aber eigentlich Fans solcher bequemen Stadtrundfahrten sind, haben wir uns doch zur Teilnahme durchgerungen und hatten unseren Spass.

Naaa, wer ist denn wohl diese Feuerleiter hochgekraxelt, um seine Angebetete aus dem Turm zu retten?

Der Fahrer war ein Atze Schroeder Typ – lockige Haare, die gleichen Klamotten und ziemlich witzig. Genau wie der Bushaltestellensprecher rief er bei jeder Gelegenheit „Hollywooooood“. Er redete wie ein Wasserfall und die doofen Touris (ich zum Beispiel) knipsten alles, aber wirklich alles, was er waehrend der Tour erwaehnte. Also habe ich bestimmt 50 Fotos oder so von dieser Tour, aber keine Ahnung mehr, warum genau ich das geknipst habe…

Besonders als wir durch das noble Wohnviertel Beverly Hills fuhren, bekam ich fast einen Krampf im rechten Zeigefinger. Leider weiss ich nicht mehr, welches tolle Haus, welche millionenschwere Villa welchem Promi gehoert. Genannt hat er zum Beispiel Madonna, die Beckhams, Hugh Hefner und seine Bunnies, das Haus, in dem Michael Jackson gestorben ist und noch jede Menge andere Namen. Die Aufregung im Bus war gross, wenn sich eines der riesigen Tore zur Einfahrt oeffneten – dann gab’s ein Blitzlichtgewitter vom Feinsten. Andreas hat sogar – Achtung, haltet euch fest – ein BEIN (ganz echt) von Christina Aguilera gesehen, als sie aus dem Auto stieg!

Dieser weisse Range Rover mit verdunkelten Scheiben fuhr gerade in die Auffahrt, es stieg aber noch keiner aus… Das Tor schloss sich langsam und alle starrten gebannt auf die Autotuer… kurz bevor sich das Tor ganz zuschob, geschah es – Andy sah DAS BEIN!!!

Dramatisch auch das Erscheinen eines Mannes, der aus einem Tor trat und die Hunde eines Promis ausfuehrte. Hach, man muss wohl dabei gewesen sein, um diesen Nervenkitzel nachzufuehlen… 😉

Hat jemand diese Hunde vielleicht schon mal in „Bunte“ gesehen?

Trotz der wunderschoenen Gegend und der Chance auf Georg Clooney als Nachbarn moechte ich dort nicht wohnen, denn natuerlich waren wir bei weitem nicht die einzigen Neugierigen, die wie die Geier darauf aus waren, vielleicht einen Blick auf jemand Beruehmten werfen zu koennen.

Die Polizeistation von Beverly Hills, in der schon Eddie Murphy sein Unwesen trieb.

Nach dieser Aufregung sind wir zur Entspannung ins Wachsfigurenkabinett Madame Toussaud gegangen, das auch am Hollywooooood Boulevard liegt. Die unzaehligen Bilder Familienmitglied + Wachspromi erspare ich euch jetzt mal… 🙂

Ach nein, dass eine muss ich euch zeigen, traf ich doch Forrest Gump an der Bushaltestelle…

…und gotthabihnselig Patrick Swayze im Wald. Die beruehmte Hochschwingpose haben wir natuerlich mit Leichtigkeit hinbekommen, aber keiner hat’s geknipst. Ist ja mal wieder typisch.

Ach ja, Jannik hatte Konrads Spezialkleber dabei und konnte erstaunliche Kunststuecke zeigen.

Fuer den naechsten Tag standen ein Besuch des Griffith Observatoriums und des Santa Monica Piers an, ausserdem wollten wir gern eine Shoppingtour (haha) am Rodeo Drive machen und Alina wollte noch mal zum Hollywoooooood Boulevard und den Stern von Kermit dem Frosch suchen. Da die Stadt riesig ist (logisch, gelle), aber die Sehenswuerdigkeiten ueberall verstreut sind, schieden oeffentliche Verkehrsmittel leider aus und wir mussten uns zwangslaeufig mit dem Auto auf den Weg machen.

Das Griffith Obervatorium war mein Wunsch, da ich der Meinung bin, ein bisschen Bildung hat noch keinem geschadet. Leider sahen die Kinder das anders, die beiden hatten den Morgen echt die Schnauze voll von Sightseeing aller Art und verbreiteten ordentlich schlechte Laune, die auch nicht dadurch besser wurde, dass wir noch ueber eine halbe Stunde in der Hitze vor dem Gebaeude warten mussten, bis es endlich aufmachte. Ich konnte es ihnen aber auch nicht verdenken, denn wir haben ihnen mit dieser Rundreise echt eine Menge zugemutet. Das Observtorium war richtig toll, allerdings ziemlich ueberfuellt. Zum Glueck konnten wir uns eine Show angucken, gemuetlich in einem weichen Sessel liegend, zum Thema Wasser auf der Erde. Toll!!! Es koennte sein, dass der eine oder andere (ich nenne jetzt mal keine Namen) die Zeit fuer ein Nickerchen genutzt hat… 🙂


Anschliessend machten wir uns auf den Weg zum Santa Monica Pier. Leider dauerte diese Fahrt ewig, da wir oft nur im Schritttempo vorwaerts kamen. Die Kinder waren danach so heilfroh, endlich etwas Normales wie Strand und Wasser zu sehen, dass wir ein schlechtes Gewissen bekamen und ihnen erlaubt haben zu baden, obwohl wir keine Schwimmsachen dabei hatten und es eigentlich auch zu kalt war.

Mit den klitschnassen, aber endlich wieder gluecklichen Kindern mussten wir zurueck zum Hotel. Danach hatten wir alle keine Lust mehr, uns nochmals per Auto auf den Weg zu machen. Dafuer haben wir in der Naehe unseres Hotels einen schicken Diner entdeckt und dort zu Abend gegessen.

Damit war unsere Zeit in Los Angeles auch schon um, aber bevor wir zu unserem letzten Ziel La Jolla fuhren, haben wir noch eine Fuehrung in den Universal Filmstudios mitgemacht. Die war leider nicht so dolle wie erhofft (und wie der Preis es haette vermuten lassen…).

Wir wurden (nach einem Besuch des obligatorischen Souvenirladens) in kleinen Bussen ueber das Filmgelaende gefahren, wo wir ueberwiegend Strassenzuege sahen – Wohnhaeuser, Grossstadt, Ladenzeilen. Solche Kulissen hatten wir auch schon im Bavaria Filmstudio in Muenchen gesehen. Die innen liegenden Filmkulissen aus aktuellen Fernsehsendungen bekamen wir nicht zu Gesicht, allerdings durften wir in das ausrangierte Restaurant aus der Serie „Friends“. Als grosses Aushaengeschild wurde Harry Potter genannt, es gab allerlei Merchandising und ein paar Originalkostueme zu sehen. Die Filme selbst wurden aber in England produziert. Danach haben wir uns wieder mal in unser Auto geschmissen, um die letzten Kilometer unserer Reise zurueck zu legen.

So, nun habe ich viel mehr ueber Los Angeles geschrieben als geplant, also ist hier Schluss und der Rest folgt demnaechst!

Teil 4 – Endlich: Die traumhafte Route 1

Von San Francisco sollte es nun suedwaerts gehen. Allerdings haben wir nicht die kuerzeste Strecke gewaehlt, sondern sind  der Kuestenstrasse Route 1 gefolgt. Sie schlaengelt sich durch die Berge und bietet immer wieder wunderschoene Ausblicke auf den Pazifik. Nur unser guter alter Bekannter, der Nebel des Grauens, liess uns frieren und das Meer manchmal nur erahnen.

Die angespuelten Wasserpflanzen am Strand waren RIESIG, und dementsprechend riesig war damit auch der Spass fuer die Spielkinder.

Die Seehunde haben wir erst fast nicht gesehen, sie sind auf den Felsen sehr gut getarnt. Ausserdem waren sie recht weit weg (es gab keinen Weg runter zum Strand), auf dem Bild sind sie sehr nah rangezoomt.

Wir machten eine Zwischenuebernachtung in Monterey, einer netten kleinen Hafenstadt mit der obligatorischen Touristenbespassung…

Die Fahrt ist lang, hmmm, jetzt einen leckeren Cappuccino und ein Eis, das waer‘ was…

„Closed for restoration“ – hahahahaha. Also bleiben wir beim Wasser, ist ja sowieso gesuender. 😦

Hoemma, isset nich schoen!!! Ueber die Bruecke sind wir gerade gefahren.

Aber das absolute Highlight der laaaangen Strecke kommt noch – die Seeelefanten! Was fuer herrliche Tiere, ich koennte sie stundenlang anschauen. Durch den Ruessel sehen sie einfach super witzig aus.

Muetter beim Kaffeeklatsch.

„Was guckst du???“

Wegen Ueberfuellung geschlossen.

Die naechste Uebernachtung hatten wir in einem nichtssagenden Ort namens Lompoc, den wir rein zufaellig ausgewaehlt hatten. Am naechsten Tag ging es weiter in die Stadt der Engel und der Superstars – Los Angeles!

Mal kurz zwischendurch…

Ich habe ein neues Hobby. Das passiert mir ja des oefteren, genauso, wie diese Hobbys nach ein paar Wochen (oder Tagen) passé sind. In diesem Fall ist es erwaehnenswert, weil es etwas besonders amerikanisches ist und in Deutschland nicht betrieben werden kann: Extreme couponing!

Ich hatte ja schon mal von den ganzen Reward Cards berichtet. Das ist nun die Steigerungsform davon, denn mit diesen Karten und auch mit der Werbung in der normalen Hauspost wird man mit Coupons aller Art zugeschuettet. Ich habe zum Beispiel noch nie Sportsachen gekauft, ohne einen „$10 off beim Kauf im Wert von $50“ oder 10% off oder aehnlichem aus den diversen Sportgeschaeften. Wie man sieht, lohnt sich das Aufbewahren dieser Coupons finanziell. Nun gibt es auch jede Menge kleine Coupons fuer Lebensmittel, Drogerieartikel und und und. Die lagen alle hier rum, bis ich sie irgendwann weggeschmissen habe, weil sie abgelaufen waren. Damit ist nun Schluss!

Wenn man „how to organize coupons“ googelt, kommt man echt ins Staunen, was fuer einen Aufwand manche Frauen betreiben. Ich habe mich davon inspirieren lassen, habe mir einen schicken Organizer besorgt ($2.99, leider habe ich den Coupon von K-Mart zu Hause liegen lassen) und habe fleissig sortiert.

Ich habe vor ein paar Wochen eine Arbeitserlaubnis beantragt. Mein stay-at-home-mom Dasein wird wohl bald ein Ende haben, bevor es noch skurrilere Formen annimmt… 😛

Teil 3 – San Francisco und wir lernen den Nebel des Grauens kennen

Nun muss ich euch erst mal von unserem tollen Mietwagen erzaehlen. Aufgrund der vielen Fahrerei haben wir uns einen Van gemietet – mit so tollem Luxus wie automatischen Schiebetueren und sogar einer Kofferraumklappe, die auf Knopfdruck schliesst, ausserdem jede Menge Platz im Innenraum, mehrere Steckdosen und USB Anschluss, integriertes Videosystem…

Der Weg von Mariposa nach San Francisco fuehrt durch eine ruhige Gegend mit sanften Huegeln und kleinen Doerfern. Wir haben mehrere Plantagen mit Pistazienbaeumen gesehen. Bis dato wusste ich gar nicht, dass die leckeren Knabbereien an Baeumen wachsen. Allerdings habe ich auch noch nie darueber nachgedacht… Da sieht man doch mal wieder, dass Reisen bildet!

Wie man sieht, ist alles sehr trocken. Die Gegend muss im Fruehjahr wunderschoen sein, wenn das Gras gruen ist.

Nach all der Aufregung brauchten wir etwas Normalitaet, daher hiess unser Stopp kurz vor San Francisco Target, unser Lieblingseinkaufsladen – Kaffee trinken und Schuhe kaufen, danach ging es uns besser. Anschliessend fuhren wir zu unserem Hotel, das nicht direkt in San Francisco lag, sondern in San Mateo, einem Ort ca. 20 Meilen suedlich. Es ist einfach billiger, soweit ausserhalb zu wohnen. Daher konnten wir nach 2 Naechten in billigen Motels mal wieder einigermassen feudal in einem Holiday Inn Suite Hotel schlafen. In San Mateo schien die Sonne, allerdings war es ziemlich kuehl, nur etwa 18 Grad. Also zogen wir uns etwas waermer an und machten uns per Bahn auf den Weg in unsere Zielstadt. Und auf der Fahrt dorthin sahen wir ihn das erste Mal – den Nebel. Er lag tief, grau und undurchdringlich zwischen den Haeusern. Der Kaelteschock traf uns dann bei Ausstieg – 12 Grad Celsius! Und wir hatten alle kurze Hosen an…

Wir hatten fuer den ersten Tag keine festen Plaene und waren ziemlich orientierungslos. Wir wussten nur, dass wir gern mit der Cable Bahn fahren wollten. Also stiegen wir in die erstbeste Bahn, die irgendwie so aussah – eine alte (oder auf alt getrimmte?) Strassenbahn. Auf dieser Fahrt wurden wir maechtig enttaeuscht. Irgendwie hatten wir uns San Francisco toller vorgestellt… Es war eigentlich nur – naja, eine stinknormale Grossstadt. Und kalt. Unsere Laune sank und wir fanden alles doof. Wir sind also irgendwo aus der Bahn raus und mit der naechsten wieder zurueck gefahren. Ein paar Geschaefte und Strassenmusiker sahen ganz interessant aus, also sind wir dort ausgestiegen. Nachdem wir uns in einem Geschaeft aufgewaermt hatten, fanden wir dann endlich die richtige Cable Bahn. Die Haltestelle war unschwer daran zu erkennen, dass dort eine lange Schlange Touristen standen.

Der erste Versuch…

…und hier endlich die Gesuchte!

Die Touristenattraktion zeichnet sich natuerlich auch durch ueberzogene Preise aus, das ist bekanntlich ein globales Phaenomen. 24 Dollar haben wir fuer eine ca. 15minuetige Fahrt bezahlt.

Am meisten Spass hatten eindeutig die Leute, die draussen auf dieser kleinen Plattform standen. Wir sassen leider mitten in der Menschenmenge und haben nix gesehen. Stimmt nicht – wir hatten Spass an einer Frau, die es tatsaechlich schaffte im Stehen zu schlafen. Besonders interessant wurde es, wenn sie kurz wach wurde und die Augen so verdrehte, dass man nur den weissen Augapfel sah!

An der Haltestelle Lombard Street sind wir ausgestiegen. Hier konnten wir nun endlich sehen, wofuer die Stadt beruehmt ist – die huegeligen Strassen und der Ausblick bis zum Meer sind schon ziemlich faszinierend.

Die Lombard Street ist ganz schmal und windet sich schlangenfoermig den Huegel hinab, die Gaerten sind wunderschoen angelegt. Warum es allerdings fuer die Touristen interessant sein soll, sich dort muehselig mit dem Auto durchzuquaelen, ist mir ein Raetsel.

Anschliessend zogen wir weiter Richtung Wasser. Zwischendurch hatte wir einen wunderschoenen Ausblick auf Alcatraz und wir sahen das erste und einzige Mal die Golden Gate Bridge. Naja, was man so sehen nennen kann…

Die Kinder krakzelten ein bisschen zwischen einigen Baeumen herum, bis Andreas ploetzlich einen Obdachlosen entdeckte, der dort sein Nachtlager aufgeschlagen hatte. Es sollte nicht der einzige bleiben, dem wir auf unserer Reise begegneten. Wir haben zugesehen, dass wir schnell dort wegkamen… :-/

Auf dem Rueckweg zu unserer Bahn kamen wir durch das italienische Viertel, dort reihen sich leckere Baeckereien und schicke Restaurants aneinander.

Fuer den naechsten Tag hatten wir Tickets fuer einen Besuch der Gefaengnisinsel Alcatraz gebucht. Dieser Besuch sollte sich als absolutes Highlight San Franciscos herausstellen!

Ich hatte nicht besonders viel erwartet: Ein bisschen herumlaufen und Gefaengniszellen angucken… Als wir nach einer 15minuetigen Ueberfahrt auf der Insel ankamen, wurden wir zunaechst von einem Ranger begruesst, der uns einen kurzen Ueberblick ueber die Anlage gab. Anschliessend konnte man sich einen Film ueber die Geschichte von Alcatraz ansehen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass die Insel einige Jahre nach Schliessung des Gefaengnisses fuer ca. 2 Jahre von Indianern besetzt wurde.

Wir holten uns die angepriesenen Audio Guides ab, die es zu unserer Begeisterung auch in Deutsch gab. Ein Erzaehler leitet durch die einzelnen Bereiche des Hauptgebaeudes und man erfaehrt allerlei Interessantes ueber die Zeit als Hochsicherheitsgefaengnis. Ehemalige Insassen und Gefaengniswarter kommen zu Wort und die Ausbruchsversuche werden als Hoerspiel dargestellt. Toll!

Dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt und waren die $100 Eintrittsgeld (fuer uns 4 zusammen) wert!

Wieder zurueck auf dem Festland sind wir zum Fishermen’s Wharf gelaufen. Davon waren wir echt enttaeuscht, obwohl das ueberall im Internet als besonders sehenswert gehuldigt wird. Vielleicht liegt es daran, dass mich als Deichkind so ein Hafengebiet nicht vom Hocker haut? Jedenfalls gab es dort ausser ueberteuerten Restaurants und typischen Touristennepplaeden nichts zu sehen.

Insgesamt fanden wir San Francisco nett, mehr aber auch nicht. Vielleicht hatten wir nicht die richtigen Plaetze gefunden, oder es lag an der Kaelte, die uns ziemlich zugesetzt hat – ich weiss es nicht… Aber wir waren ja lange noch nicht am Ende unserer Reise angekommen!

Teil 2 – Wir fahren ins Tal des Todes und in den Yosemite National Park

Nach diesem Stadtschock kam das Kontrastprogramm – Death Valley… Der Name klingt genauso gruselig, wie es dort tatsaechlich ist, eine Mondlandschaft kann nicht trostloser sein.

Einen letzten Stopp machten wir vorher in Pahrump, ein lustig aussehendes Oertchen.

Dann ging es los. Ausgeruestet mit vollem Tank und jeder Menge Wasser machten wir uns auf den Weg.

Einen einzigen Halt machten wir nur am Zabriskie Aussichtspunkt. Die Hitze und der heisse Wind dazu waren nicht lange auszuhalten.

Der erste Teil der Fahrt durch das Death Valley war recht entspannend. Nervoes wurden wir erst, als wir durch die hohen Berge mussten und uns ein riesiges Schild am Strassenrand aufforderte, die Klimaanlage auszuschalten, um eine Ueberhitzung des Motors zu vermieden. Puh, was haben wir geschwitzt – vor allem vor Angst…

118 Grad Fahrenheit = 47.8 Grad Celsius.

Was waren wir erleichtert, als wir durch die Berge durch waren und die Steinwueste hinter uns gelassen hatten! Trotzdem kann ich jedem nur empfehlen, diese Fahrt einmal zu machen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Es ist einfach spannend zu sehen, was fuer faszinierende Plaetze es auf dieser Erde gibt!

Die Nacht verbrachten in einem Super 8 Motel in einem Ort namens Bishop, der wunderschoen in einer Ebene zwischen zwei Bergketten liegt.

In diesem Motel gab’s morgens ein kostenloses Fruehstueck. Allerdings – ueppig ist was anderes…

Das war ihr auf dem Bild seht, ist schon der ganze Fruehstuecksraum und das ueppige Buffet. Jaja, ich weiss, euch laeuft das Wasser im Mund zusammen! Aber kein Neid bitte!

Am naechsten Morgen sind wir frueh aufgebrochen, die Weiterfahrt durch den Yosemite National Park stand auf dem Programm. Nach einem Tag im tiefsten Teil der USA (Teile des Death Valley liegen unterhalb des Meeresspiegels) sollte es heute bis auf ca. 3000 m hoch hinauf gehen.

Unseren ersten Stopp legten wir noch vor dem Eintritt in die Yosemite Park ein, am wunderschoenen Mono Lake.

Der See sieht so nah aus, aber das taeuscht. Es ist von unserem Standpunkt aus (am Besucherzentrum) extrem weit zu laufen. Andreas hat es gleich gesagt, aber ich wollte natuerlich nicht auf ihn hoeren und habe darauf bestanden, dass wir uns auf den Weg zum Wasser machen – bergab durch dichtes Gestruepp mit einem sandigen Untergrund. Nach ca. 15 Minuten musste ich zu meiner Schande eingestehen, dass mein kluger Ehemann recht hatte, denn wir sind dem See irgendwie ueberhaupt nicht naeher gekommen und haetten bestimmt noch locker eine Stunde bis zum Ufer gebraucht. Also sind wir umgedreht und den Berg aus Sand und Gestruepps wieder hochgekraxelt. Aber eine kleine Sporteinheit hat noch niemandem geschadet :-D!

Kurze Zeit spaeter kamen wir endlich zum Eingang des Yosemite Parks.

Leider koennen die Bilder nicht wiedergeben, wie schoen es in diesem Park ist.

Aussichtsblick vom Olmsted Point.

Besonders beeindruckt waren wir von den Giant Sequioa Baeumen. Anhand des Bildes unten kann man ungefaehr die Groesse erahnen. So breit wie der Fuss ist, so hoch ist der Baum. Diese Riesen sind ca. 3000 Jahre alt  – Wahnsinn, oder???

Wir waren an diesem Tag ca. 10 Stunden unterwegs und abends froh, als wir unseren Zwischenstopp Mariposa erreicht hatten. Abendessen gab es in einem schnuckeligen Restaurant in Laufweite, da wir auf keinen Fall noch mal ins Auto steigen wollten! Ausserdem sollte es am naechsten Tag weiter gehen, diesmal – nach 2 Tagen Natur pur – hiess unser Ziel San Francisco!

Teil 1 – Las Vegas (updated)

Soooo, auf geht’s! Es gibt viel zu erzaehlen, die Reise war lang und wir haben jede Menge gesehen.

Gestartet sind wir am 4. Juli in Las Vegas. Der 4. Juli ist ja bekanntlich der Independence Day, es kam einfach so aus, dass an dem Tag die Fluege am guenstigsten waren.

Bitte keine bloeden Sprueche ueber meinen Hut, Sonnenschutz ist sehr wichtig!!! Nein, nicht innerhalb des Flughafens, aber fuer den Koffer ist er zu gross…

Las Vegas ist einfach irre. Wie die meisten Touristen haben wir eigentlich nur den Strip gesehen, die Strasse, in der sich ein Prachthotel an das andere reiht. Wir haben uns den Luxus gegoennt in einem 5 Sterne Hotel mittendrin zu uebernachten, im Cosmopolitan. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Hotels in Las Vegas relativ guenstig sind, wir haben nur ca. $150 pro Nacht fuer ein riesengrosses Zimmer mit wunderbarem Blick auf den Strip bezahlt. Das Hotel hat drei (!!!) Pools auf verschiedenen Etagen. Natuerlich wollten die Kinder dort schwimmen gehen. Allerdings waren dort nur wenig Kinder am Plantschen, sondern schicke und offensichtlich wohlhabende junge Leute standen bis zum schlanken Bauch mit einem Drink im Pool rum und hielten Smalltalk. Die Kinder haben beim Toben den Damen ihre blondierten Haare und Silikonbusen nassgespritzt und den Maennern die Drinks mit Poolwasser verwaessert. Ich fand’s lustig :-). Trotzdem sind wir nie lange dort geblieben, weil wir uns doch etwas fehl am Platz vorkamen.

Zum Fruehstueck hatten wir uns am Vortag Bagels besorgt, ich bin morgens um kurz nach 8 Uhr losgegangen, um uns dazu einen Kaffee vom McDonald’s um die Ecke zu holen. Dafuer musste ich durch den Casinobereich laufen, der rund um die Uhr im Betrieb ist und hermetisch vom Tageslicht abgeschottet wird. Tatsaechlich sassen zu dieser fruehen Stunde Leute im feinen Zwirn mit Bier und Longdrinks an den Tischen, was ich echt gruselig fand…

Wir haben allerdings nicht einen einzigen Dollar verspielt, weil die Kinder sich nicht im Bereich der Spielgeraete und -tische aufhalten durften. Las Vegas ist insgesamt nicht wirklich familienfreundlich, deswegen waren unsere beiden auch nicht besonders begeistert. Ich bin nach einem zweitaegigen Besuch auch mit der Stadt durch…

Tagsueber sind wir in die Wueste zu den Red Rocks gefahren, die ca. 17 Meilen ausserhalb der Stadt liegen.

Da wir ganz stilecht eine Show sehen wollten, hatten wir uns fuer den Abend Karten fuer den Magier Jan Rouven besorgt. Es ist quasi ein David Copperfield fuer Arme, optisch aber genau wie sein Vorbild ein echtes Schnuckelchen :-P. Ach, und ausserdem ist er ein deutscher Landsmann!

Ein paar Eindruecke aus Las Vegas und unserem Hotel gibt’s hier in dem kleinen Video zu sehen. Wenn ihr von Deutschland aus dieses Video anschaut, geht bitte auf www.hidemyass.com und gebt den Link des Videos http://youtu.be/IeHbYRfHec0 auf der Startseite ein.

To be continued – stay tuned!!!